Aktuelle Themen

Wegesanierung im Marienbergpark macht Sinn

Januar 2012

Der in Ost-West-Richtung verlaufende Weg durch den Marienbergpark vom Falknerweg (Ziegelstein) zur Sonnengartenstraße (Thon) ist Ende letzten Jahres mit einer asphaltierten Oberfläche versehen worden. Diese Maßnahme hat in der Öffentlichkeit viel Protest hervorgerufen. Vielfach wurde hierbei mit der Unverträglichkeit eines asphaltierten Weges in einem grünen Park argumentiert.

Abgesehen davon, dass es im Marienbergpark schon immer asphaltierte Wege gab, nutzen viele Menschen den Park mit unterschiedlichen Ansprüchen an den Wegebelag. Neben Spaziergängern nutzen viele Radfahrer auch auf dem Weg zur Arbeit diese Verbindung. Mit einer asphaltierten Oberfläche ist nun ein Wegebelag gewählt worden, der viele Vorteile bietet.

 Gute Gründe

·         So ist der Weg jetzt in seiner vollen Breite nutzbar, was beim hohen Fußgänger- und Radfahreraufkommen auch dazu beiträgt, Konflikte zu vermeiden. Die bisherigen Schlaglöcher haben eher das Gegenteil bewirkt.

Schlaglöcher vor der Sanierung (Foto: Martin Hanke)

·         Auch kann der Weg nun bei jeder Witterung genutzt werden, ohne sich mit Staub einzudecken oder mit Schlamm zu bespritzen.

·         Im Winter kann nun auf der glatten Wegeoberfläche besser Schnee geräumt werden.

·         Auch für Inline-Skater, Rollstuhlfahrer, Rollatoren oder Kinderwägen ist der Weg nun besser nutzbar.

·         Und nicht zuletzt spart die Stadt Geld beim Wegeunterhalt. Denn ein asphaltierter Belag muss weitaus seltener ausgebessert werden als der bisherige wassergebundene Belag.

In diesem Zusammenhang sei auch auf die vor wenigen Jahren im Pegnitztal-Ost (Johann-Soergel-Weg) erfolgte Asphaltierung verwiesen. Auch hier gab es teilweise Proteste. Doch die positiven Erfahrungen haben den Sinn dieser Maßnahme bestätigt. Der Marienbergpark bietet darüber hinaus noch viele weitere Wege, an deren Zustand sich nichts ändern wird.

Unterstützung erwünscht

Eigentlich sollte in diesem Jahr auch eine Nord-Süd-Verbindung im Marienbergpark mit einer asphaltierten Oberfläche versehen werden. 

Aufgrund der in der Öffentlichkeit laut gewordenen Kritik steht diese Maßnahme nun wieder in Frage. Wir wissen, dass es viele Nutzerinnen und Nutzer im Marienbergpark gibt, die eine Asphaltierung einer Nord-Süd-Verbindung begrüßen würden, sich bisher aber nicht in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet haben. Wir sammeln deshalb derzeit Unterschriften für diese Maßnahme. 

Wenn auch Sie uns dabei unterstützen wollen, finden Sie eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken unter http://www.adfc-nuernberg.de/Verkehr/Marienbergpark.pdf.

Jens Ott

"NorisBike" in der Praxis

September 2011

Seit Anfang Mai stehen mit „NorisBike“ fast 550 Fahrräder an 53 Verleihstationen in Nürnberg zur Ausleihe bereit. Stand Ende August haben sich über 6.000 Kunden registriert (ca. 50 % mit Kundenkarte) und wurden 17.000 Ausleihen seit Beginn getätigt. An Tagen ohne Regen werden im Schnitt 180 – 230 Fahrräder ausgeliehen; Tendenz steigend. Soweit die nackten Zahlen.

In unserem letzten „Rundbrief“ haben wir um Erfahrungsberichte zu NorisBike gebeten. Diese geben wir hier auszugsweise wieder:

„Meistens benutze ich das System auf kurzen Strecken, wenn ich Lust habe mit dem Rad vom Nürnberger Bahnhof nach Hause zu fahren. Oder ich morgens statt der S-Bahn den Drahtesel besteige um zum Bahnhof zu kommen - von dort bringt mich der RE weiter nach Erlangen. … Auch wenn mir mal der Bus vor der Nase wegfährt, schwinge ich mich flugs auf ein NorisBike.“

„Dann hat die Abgabestation die Karte nicht eingelesen. Auf der Station stand, dass die Abgabe elektronisch erfasst wird. Das war aber nicht richtig und mein Fahrrad war dann 8,5 h lang ausgeliehen statt der eigentlichen 12 Minuten. Ein Anruf beim Service hat aber schnell geholfen. Die acht Stunden wurden zurückgebucht und jetzt weiß ich auch: Immer an der Station abmelden und darauf achten, dass es bestätigt wird.“

„Falls die Karte nicht geht mit Telefon und PIN anmelden. Dazu unbedingt PIN merken und dran denken die 49 ohne Plus einzugeben.“

„Grosses Lob für die vielen Stationen. Ich hab gleich zwei in direkter Nähe zur Wohnung. Und bisher war immer eine Leihstation da, wenn ich spontan ein Rad gebraucht hab.“

„Den Service gibt es ja in vielen Städten und ich kann mich mit meiner Kundennummer (Handynummer) und PIN auch in anderen Städten einloggen.“

„Man kann auch reservieren und wenn sich mal Gäste zur Stadtbesichtigung nach Nürnberg ankündigen, freue ich mich jetzt schon eine Radtour vorzuschlagen.“

„… die Ausleihe funktioniert einfach durch das Davorhalten der Karte - es gibt keine Art von Sicherung gegen Diebstahl oder Verlust der Karte. Wenn man diesen nicht schnell genug bemerkt, sind potentiell 4 Fahrräder auf Kosten des Kunden weg.“

„Um während einer Autoreparatur von der Werkstatt nach Hause zu kommen war es ideal. Ich stellte das bike nach Benutzung in den Ständer und schloss es ab. Hatte die Erklärung so verstanden, dass der Fahrradständer erkennt, dass das Rad wieder abgegeben worden ist. Dem war aber nicht so. Als ich abends mit dem gleichen Fahrrad wieder zur Werkstatt fahren wollte, lief es immer noch auf meinen Code. Zum Glück gab es die Maximalgebühr von 8 Euro.“

„… bei AGB wird einfach auf die AGB von Nextbike verwiesen, und da steht drin, dass der Kunde 48 Stunden nach der Abgabe noch für Schäden haftet.“

„Ich habe es zweimal genutzt, hat alles super per Handynummer geklappt.“

Deutlich wird, dass es noch „Kinderkrankheiten“ im Verleihsystem gibt, vor allem bei der Rückgabe der Räder an einer Verleihstation. Dies ist auch bei der Stadt Nürnberg bekannt, der wir die Erfahrungsberichte weitergeleitet haben, worüber man sich dort aufrichtig gefreut hat.

In seiner Stellungnahme schreibt Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamts:

 „NorisBike ist einmalig in Deutschland und hat Pilotcharakter und deshalb bitten wir auch um Verständnis und Geduld, wenn in der Anfangsphase dieses Modellvorhabens noch nicht alles reibungslos läuft. Wir haben leider keine Million Euro zur Verfügung, wie sie die Stadt Hamburg nur für das Leihfahrradsystem (jährlich!) investiert.“ 

Die automatische Rückgabeerkennung sei noch nicht in Betrieb. Ausleihe und Rückgabe laufen über das Display an der Stele, bzw. wenn dieses außer Betrieb ist, über die Telefonhotline. Zur aufgeworfenen Haftungsfrage lässt sich feststellen, dass bisher noch kein Kunde für Schäden haften musste. Die Haftungsklausel soll aber nach einer längeren Erfahrungszeit überprüft werden. Beim Verlust der Kundenkarte sollte man diese schnell beim Betreiber sperren lassen.

Um die Attraktivität von NorisBike weiter zu steigern, wurden u.a. im Laufe des Septembers weitere 10 Stationen neu errichtet. In Kooperation mit den Hotels ist die Einführung einer Hotelcard für Touristen geplant. Und neben den VAG-Jahresabokunden können nun auch alle Firmen-Abokunden der VAG (16.000 Personen) die Kundenkarte kostenlos erhalten und täglich 30 Minuten kostenfrei ein Rad ausleihen.

Hier die ausführliche Stellungnahme der Stadt Nürnberg. Über weitere Rückmeldungen zu „NorisBike“ freuen wir uns!

Mehr Informationen finden sich unter http://www.norisbike.de.

Jens Ott,

Broschüre "Vorfahrt fürs Rad"

August 2010

Immer mehr Menschen in Nürnberg nutzen das Fahrrad. Doch kaum aufs Fahrrad aufgestiegen, stellen sich schon die ersten Fragen: 

Antwort auf diese und viele weitere Fragen gibt die neue Broschüre "Vorfahrt fürs Rad", die der ADFC Nürnberg in Zusammenarbeit mit den "Nürnberger Nachrichten" erstellt hat. ADFC-Mitglieder erhalten diese Broschüre in Kürze per Post.

Unter dem Titel "Vorfahrt fürs Rad" war im "Nürnberger Stadtanzeiger" am 29. Juli eine Artikelserie zum Thema Radfahren gestartet. Damit knüpfte der Stadtanzeiger an seine erfolgreiche Serie "Radfahren – sicher & fair" an, die vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem ADFC Nürnberg entstanden ist und bundesweit ein positives Echo hervorgerufen hat. Während damals der Schwerpunkt auf dem richtigen Verhalten im Straßenverkehr lag, soll nun Lust aufs Radfahren gemacht werden.

Ein herzliches "Danke schön" an Jo Seuß, der diese Artikelserie verfasst hat.

Motiv

Zurzeit liegt der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen bei ca. 11%. Er könnte weit höher liegen, wenn man bedenkt, dass mehr als die Hälfte der mit dem Pkw zurückgelegten Wege unter 5 km liegen. Die Broschüre „Vorfahrt fürs Rad“ will die Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs zum Aufstieg aufs Fahrrad verführen. Die Broschüre räumt mit Vorurteilen auf, gibt praktische Tipps und interessante Informationen.

Inhalt

So wird eingangs deutlich gemacht, dass das Wetter gar nicht so schlecht ist, dass man mit dem Fahrrad oftmals schneller am Ziel ist und das Radfahren nicht so gefährlich ist, wie vermutet.

Ein großes Kapitel widmet sich dem Radfahreralltag in Nürnberg und gibt praktische Tipps zu geeigneten Wegen, zur Orientierung im Stadtgebiet, zur Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen, zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr und zum Schutz vor Fahrraddieben.

In einem breiten Service-Teil werden dann neben Tipps zur Pflege und Wartung des Fahrrads unter anderem auch sinnvolle Versicherungen für Radfahrer vorgestellt und das richtige Verhalten nach einem Unfall erläutert. Ein Verzeichnis mit wichtigen Rufnummern und Internetadressen runden diesen Teil ab.

Finanzierung

Finanziert wurde diese Broschüre aus den Mitteln, die die Stadt Nürnberg für die Verleihung des Deutschen Fahrradpreises „Best for bike“ in 2008 erhalten hat. Ausgezeichnet wurden damit die Mobilen Bürgerversammlungen der Stadt Nürnberg.

Seitenanfang

Erfolgreiche Kampagne "Radfahren - sicher und fair" 

Artikelserie wurde jetzt als Broschüre veröffentlicht

Sie erinnern sich an unsere Artikelserie „Radfahren – sicher & fair“ im „Nürnberger Stadtanzeiger“, die im letzten Jahr 13 Wochen lang Tipps und Informationen zum Radfahren in der Stadt lieferte? Der Verlag Nürnberger Presse hat nun diese Artikelserie in eine ansprechende Broschüre gefasst und in einer Auflage von 7.500 Exemplaren gedruckt. Für diese Unterstützung ein ganz herzliches Dankeschön!

Die Broschüre liegt im ADFC-Infoladen sowie in den Ausgabestellen des Verlags Nürnberger Presse aus. Die Online-Version ist unter  http://www.adfc-nuernberg.de/Verkehr/Radbroschuere.pdf (3 MB) abrufbar.

Die einzelnen Artikel:

01. Mai: Selbstbewusst und rücksichtsvoll - kein Gegensatz
09. Mai: Gehwege - aus gutem Grund tabu
16. Mai: Radwege - solche und solche
30. Mai: Die Richtung muss stimmen - auch auf Radwegen
06. Juni: Bodenhaftung nicht verlieren
13. Juni: Raus aus dem toten Winkel
20. Juni: Zweirichtungsradweg - Augen auf!
27. Juni: Mit Köpfchen - Helm auf!
03. Juli: Sei helle - fahr mit Licht
10. Juli: Einbahnstraßen - nicht automatisch geöffnet!
17. Juli: Radfahren lernen - ein Kinderspiel!
24. Juli: Was ein gutes Kinderrad alles haben sollte
31. Juli: Mit Kind und Kegel!

 

Alle Artikel zusammen (nur Texte, 163 KB):

http://www.adfc-nuernberg.de/Verkehr/Radfahren_sicher_und_fair_Texte.pdf

Zeitungsartikel (niedrige Auflösung, 1502 KB):

http://www.adfc-nuernberg.de/Verkehr/Radfahren_sicher_und_fair_Zeitungsartikel_niedrig.pdf

Zeitungsartikel (höhere Auflösung, 4610 KB):

http://www.adfc-nuernberg.de/Verkehr/Radfahren_sicher_und_fair_Zeitungsartikel_hoch.pdf

Seitenanfang