Aktuelle Meldungen

Nürnberg wieder von der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad-freundlicher Kommunen in Bayern) zertifiziert

Nürnberg ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Bayern, die eigentlich eine Arbeitsgemeinschaft der Kommunen ist, die fahrradfreundlich werden wollen. Vor sieben Jahren erhielt Nürnberg von dieser als erste Stadt in Bayern das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“, was damals nach den Worten der NN zu „viel Hohn und Spott“ führte.

Jetzt wurde Nürnberg wieder von einer Kommission der AGFK besucht und überprüft, u. a. im Rahmen einer Radtour. Und wieder erhielt die Stadt das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ diesmal allerdings mit der Klarstellung, dass es sich um einen Auftrag und eine Zielsetzung handelt, nicht um eine Zustandsbeschreibung. Kritische Anmerkungen der Kommission gab es insbesondere zum Baustellenmanagement, zur Qualität und Aktualität der Fahrrad-Wegweisung und zum Unterhalt der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur. Zu beachten ist dabei, dass manches, was den Nürnberger Radlerinnen und Radlern besonders „auf den Nägeln brennt“, nicht in das Beurteilungsschema der AGFK fällt, das sich sehr an der Einhaltung von Richtlinien und Regelwerken orientiert.

Der ADFC Kreisverband wurde im Vorfeld befragt, Fragebogen und Antworten finden Sie hier.

Sperrung der Bergstraße beibehalten!

Seit Anfang des Jahres ist die Bergstraße am nördlichen Sebalder Platz für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt. Nach Berichten von Radlern hat das auch für sie positive Auswirkungen: „Vorher wurde ich morgens bergauf regelmäßig auf Höhe der Altstadtapotheke / Verengung von überholenden Autos abgedrängt. Häufig kamen mir Autofahrer verbotswidrig entgegen. Bei der Fahrt bergab wurde der Sicherheitsabstand wenig bis gar nicht eingehalten. Daher genieße ich die aktuelle Situation.“ Andere sprechen von „aggressiven Schleichweg-Rasern“ unter den Autos, die sie vor der Sperrung belästigten.

Die Nutzung der Bergstraße bietet sich z. B. an, um durch das Tiergärtnertor in die Altstadt bzw. aus ihr heraus zu fahren. Der ADFC tritt deshalb dafür ein, dass der Durchgangsverkehr für Kfz weiterhin unterbunden wird.

Gute Nachbarschaft von „Stehender Welle“ und Pegnitztalradweg entsteht nicht von allein, sondern muss organisiert werden!

ADFC verlangt Unterlagen für die Verkehrsplanung zur „Stehenden Welle"

Im Pegnitztal nahe der Adolf-Braun-Straße entsteht jetzt eine „Stehende Welle“ für Surfsportler. Am 24.07.2020 ist der erste Spatenstich.

In unmittelbarer Nähe verläuft der Pegnitztalradweg. Konflikte zwischen Radler*innen und den Surfer*innen und ihren Zuschauer*innen sollten frühzeitig entschärft werden.

Der ADFC hatte darum schon vor fast zwei Jahren das erste Mal gefragt, wie die „Stehende Welle" erschlossen werden soll, aber immer keine Auskunft erhalten, weil noch keine Festlegungen getroffen worden seien. Auch in den derzeit im Internet einzusehenden Unterlagen sind immer noch keine Angaben zur Erschließung enthalten.

Der ADFC befürchtet, dass der Rad-/Gehweg im Pegnitzgrund für bestimmte PKW-Fahrten freigegeben wird. Vor allem aber befürchten wir, dass viele Surfer mit dem Auto kommen, da die nächsten ÖPNV-Haltestellen weit entfernt sind (Brettergartenstraße bzw. U-Bahnhof Muggenhof) und Surfbretter schlecht mit dem Fahrrad zu transportieren sind. Ungeklärt ist, wo die Surfer anhalten und ausladen, wo sie parken. Schon heute wird der Radverkehr auf dem Radweg entlang der Adolf-Braun-Straße öfters durch den Kfz-Parkverkehr zu den Sportplätzen im Pegnitzgrund behindert.

Ungeklärt ist auch, welche Wege die Zuschauer*innen nehmen können, ohne den ohnehin schon stark belasteten Rad-/Gehweg im Pegnitzgrund benutzen zu müssen.

Da immer noch keine Unterlagen öffentlich zur Verfügung stehen, befürchtet der ADFC, dass auch hier mal wieder darauf gesetzt wird, „dass es sich schon irgendwie regeln wird", weil Radler*innen und Fußgänger*innen ja flexibel seien und nicht viel Platz bräuchten. Einfach so wird aber eine gute Nachbarschaft von Stehender Welle und Pegnitztalradweg nicht entstehen.

Den ersten Spatenstich am 24.07.2020 nimmt der ADFC daher zum Anlass, einmal mehr zu fordern, dass ein Erschließungskonzept umgehend vorgelegt und öffentlich zu Diskussion gestellt wird.

Radtourenprogramm Nürnberg startet ab 1. Juli 2020

Das ADFC Radtourenprogramm für Nürnberg – Fürth – Schwabach – Roth und Nürnberger Land startet ab 1. Juli. Im Wesentlichen entspricht das Angebot dem gedruckten Programm-Heft, das darum jetzt auch wieder verstärkt verteilt wird, aber letztlich maßgeblich sind allein die Ankündigungen im Tourenportal, die immer wieder aktualisiert werden. Es gibt Änderungen und auch einzelne Absagen, teilweise wird eine vorherige Anmeldung gewünscht. Und es steht den Tourenleiterinnen und Tourenleitern grundsätzlich frei, die Tour anders als angekündigt durchzuführen.

Für alle gilt: Touren werden grundsätzlich komplett kontaktlos durchgeführt. Ein Mindestabstand von 1,50 m soll sowohl hintereinander als auch nebeneinander eingehalten werden. Auch am Treffpunkt, bei Pausen und beim evtl. Warten ist auf den Abstand zu achten, wie wir es ja inzwischen aus vielen Lebensbereichen gewohnt sind. Ggf. empfiehlt sich hier auch Mund-/Nasenschutz, genauso wie beim Betreten von Gebäuden. Bei den Bahnfahrten ist er natürlich verpflichtend.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen außerdem einen Zettel mit Ihrem Namen und Vornamen und einer Telefon-Nummer an die Tourenleiterinnen und Tourenleiter übergeben, die sie in einem Umschlag sammeln, der 14 Tage aufgehoben wird. Im Falle eines Falles (der hoffentlich nie eintritt) werden diese Zettel dem Gesundheitsamt übergeben. Die übliche Teilnehmerliste gibt es zusätzlich.

Es wird sicher nicht genauso sein wie in den vergangenen Jahren, aber wir hoffen es wird schön!

5. Juli 2020: Quiz & Quer – Ratespaß auf zwei Rädern

Unsere seit vielen Jahren beliebte Fahrradrätselrallye „Quiz & Quer“ findet auch in diesem Jahr statt – wegen Corona entfallen nur das Treffen und die Preisverleihung am Schluss. Dieses Jahr geht es also allein „um die Ehre“ – und natürlich um den Spaß beim Radeln und Rätseln.

Anhand eines Fahrtenbuchs könnt Ihr selbstständig eine der beiden Strecken zurücklegen und unterwegs mehr oder weniger knifflige Rätselfragen lösen. Die kurze Strecke ist 20 km lang, die längere 40 km. Ihr könnt allein oder im Team an den Start gehen, die Startzeit ist flexibel. Zwischen den Gruppen sollte Abstand gehalten werden, natürlich wegen Corona, aber auch um Auffahrunfälle oder Spicken bei den Rätsellösungen zu vermeiden.

Der Start ist auf der Wöhrder Wiese (ADFC-Pavillon beim Ulman-Stromer-Denkmal), die Fahrtenbücher werden zwischen 10 und 13 Uhr ausgegeben. Mehr…

Nürnbergs Radlerinnen und Radler lassen nicht locker – Pop-up-Bike-Lanes auch bei uns!

Trotz der Corona-Einschränkungen sind Nürnbergs Radlerinnen und Radler aktiv. Nach der Wiederaufnahme der Unterschriftensammlung für den Radentscheid wurde an Himmelfahrt erstmals eine Veranstaltung nicht vollständig abgesagt. Die eigentlich geplante Ringstraßen-Demo wurde als Halbring gefahren und ohne Kundgebungen durchgeführt. Und trotz sehr eingeschränkter Werbemöglichkeiten kamen deutlich über 300 Radlerinnen und Radler und demonstrierten für die Ziele des Radentscheids!

Am Samstag hatte dann Greenpeace eine Spur der Bayreuther Straße nördlich der Martin-Richter-Straße für eine Stunde in eine Pop-up-Bike-Lane verwandelt. Die Teilnehmerzahl war dann so groß, dass es so eng wurde, wie wir es auf Bike-Lanes zukünftig eigentlich gar nicht haben müssen.

Auch die vom VCD initiierte Online-Petition für die Einrichtung von Po-Up-Bike-Lanes in Nürnberg verzeichnet ein super Ergebnis. Der aktuelle Unterschriften-Stand ist hier zu sehen, natürlich auch die Möglichkeit noch selbst zu unterschreiben.

Jetzt ist die Stadt gefordert, ihre Haltung zu revidieren und auch in Nürnberg kurzfristig Pop-Up-Bike-Lanes zu schaffen, um gerade jetzt Alternativen zum Autoverkehr zu bieten. Streckenvorschläge gibt es inzwischen genug: Bayreuther Straße, Fürther Straße, Plärrer, Maximilianstraße, Altstadtring zwischen Rathenauplatz und Plärrer, der Plärrer selbst…

ADFC begrüßt die Vereinbarung von CSU und SPD verhalten

Die Ankündigungen im Kapitel Radverkehr in der Vereinbarung zwischen CSU- und SPD-Fraktion vom 07.05.2020 gehen in die richtige Richtung, reichen aber mit Sicherheit noch nicht aus, um Nürnberg wirklich fahrradfreundlich zu machen. Vor allem aber erwarten wir von der Rathausmehrheit jetzt rasche Taten zugunsten des Radverkehrs, nicht nur Ankündigungen.

Nach den Erfahrungen der letzten drei Jahre ist es vor allem wichtig, dass der Radverkehrsetat wirklich rasch auf 10 Mio. € hoch gefahren wird und es auch nicht bei dieser Zielmarke bleibt. Die Erfahrung zeigt, dass ein höherer Etat auch immer dazu genutzt wird, Projekte mitzufinanzieren, die aus anderen Anlässen angegangen werden. Dabei wird nicht immer sehr genau darauf geachtet, was wirklich allein durch Verbesserungen für den Radverkehr verursacht wurde. Dies gilt es in der Zukunft zu verhindern. Besonders weil das Geld nach der Krise knapper sein wird, muss hier genauer hingeschaut werden. Auf jeden Fall wird der angekündigte Etat nicht reichen, wenn wirklich einmal größere Projekte zugunsten des Radverkehrs, wie z.B. eine neue Unterführung der Ringbahn oder eine Brücke über den Rangierbahnhof zur neuen Uni angegangen werden.

Auch die „Radvorrangrouten“ sind ein gutes Ziel. Ihre „priorisierte Überführung in das Bauprogramm“ darf aber nicht bedeuten, dass andere Vorhaben zurückgestellt werden, um die Vorrangrouten „abzuwarten“. Das Fahrrad ist auch ein Verkehrsmittel für die Erschließung der Fläche. Möchte jemand mit dem Rad von Herpersdorf nach Fischbach, wäre es nur ein schwacher Trost,  zu wissen, dass er relativ gut in die Innenstadt radeln könnte. Darum müssen die Radvorrangrouten untrennbar mit einem flächendeckenden Netz zusammen gedacht, geplant und gebaut werden.

Der neue Stadtrat sollte es sich das Minimalziel setzen, bis zum Ende seiner Amtszeit 2026 an allen Hauptverkehrsstraßen Radwege zu bauen wie es der Radentscheid fordert.

Infoladen ab 04. Mai 2020 wieder geöffnet

Der Infoladen macht den Anfang bei dem allmählichen Neustart der ADFC-Arbeit in der nicht-virtuellen Welt. Ab dem 04. Mai 2020 ist er wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet, also montags und mittwochs von 17 bis 19.00 Uhr. Natürlich sind die derzeit üblichen Regeln zu beachten, also Abstand halten, Maske (oder Schal) tragen und ggf. draußen warten. Wer nichts kaufen oder abholen will, sollte möglichst Telefon oder E-Mail nutzen und nicht persönlich vorbeikommen. (Und alles steht unter dem Vorbehalt, dass die Regelungen nicht wieder geändert werden.)

Weiterhin alle Veranstaltungen abgesagt

Wegen der Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote im Zuge der Corona-Krise hat auch der ADFC Nürnberg alle Veranstaltungen abgesagt. D. h. es finden bis voraussichtlich Ende Juni 2020keine geführten Radtouren statt, der Infoladen ist bis zum 03. Mai 2020 geschlossen, die Codier-Termine entfallen, der erste Kurs der Fahrradfahrschule ist abgesagt, in der Geschäftsstelle finden keine Treffen von Arbeitsgruppen statt usw. usf.. Die Verteilung des Touren-Programms war bis zur Öffnung der Fahrradläden unterbrochen.

Aber: Unsere Bürokräfte arbeiten weiter, nehmen telefonische Anfragen oder E-Mails entgegen und leiten diese ggf. weiter. Die AG Verkehr und der erweiterte Steuerungskreis führen ihre Sitzungen als Video-Konferenzen durch und versuchen, sich auch unter diesen schwierigen Bedingungen für die Interessen der Radlerinnen und Radler einzusetzen (Details siehe unter Radverkehr – Themen).

Wie die Arbeit allmählich wieder ausgeweitet werden kann, hängt entscheidend von den Vorgaben des Freistaates ab. Hinweise gibt es an dieser Stelle, sobald wir mehr wissen.

Bleibt gesund, bzw. für alle, die es erwischt hat: werdet bald wieder ganz gesund!

Der Radentscheid sammelt wieder Unterschriften!

Der Radentscheid macht weiter! Solltest du noch ausgefüllte Unterschriftenlisten zu Hause haben, dann schick uns diese doch bitte zu. Dann können wir uns einen Überblick verschaffen, wie viele Unterschriften bereits gesammelt wurden. Wenn du weitere Listen brauchst, kannst du dir diese einfach von unserer Seite herunterladen. Da ja kaum Veranstaltungen erlaubt werden, verlegen wir uns jetzt auf das eigenständige Sammeln, das Sammeln über Sammelstellen wie Radgeschäfte und binden unsere Bündnispartner ein. Lest mehr hier.

Vom Radstreifen zur Bushaltestelle?

Schon im Juli 2019 war es der AG Verkehr aufgefallen: „Und plötzlich ist da eine Bushaltestelle.“ An der Ostseite des Leipziger Platzes wurde ein Stück des Radstreifens demarkiert und in eine Bushaltestelle umgewandelt, an der Busse der Ringbuslinie auf ihren Einsatz warten (siehe Bild). Anfangs gingen wir nur von einer kurzen Dauer aus (Busfahrer meinten, das würde „bis August“ so bleiben) und haben die Regelung hingenommen, wenn auch etwas murrend. Inzwischen zeigt sich aber, dass die Wegnahme des Radstreifens bis Herbst 2022 dauern soll. Am 01. März 2020 hatten wir darum SÖR und VAG aufgefordert, den Radstreifen baldigst wieder herzustellen. „Radverkehrsanlagen sind keine Verfügungsmasse, die dem ÖPNV auf Wunsch beliebig zur Verfügung gestellt werden können. Als besonderes Problem kommt an dieser Stelle hinzu, dass die  Busse dort länger stehen, nicht nur kurz halten, sodass man/frau dort nicht - wie an anderen Haltestellen - die meiste Zeit wie gewohnt radeln kann, was auch immer ausgeschildert sein mag. Besonders nachteilig ist zudem, dass Radler*innen, die sich links an einem wartenden Bus vorbeitrauen, erst sehr spät einen freien Blick auf die Ampel vor dem Fußgängerüberweg haben. Auch für Radler*innen, die aus der Mommsenstraße nach links (Süden) abbiegen wollen, ist die Sicht schlechter geworden.“

Später berichtete auch der Stadtanzeiger der NN über das Thema; er wurde offensichtlich von anderen Radlern darauf aufmerksam gemacht. Aus dem Artikel ergibt sich, dass das Verkehrsplanungsamt von Anfang an gegen diese Regelung war, sich aber nicht durchsetzen konnte. Nach Lockerung der Corona-Beschränkungen fand dann noch ein Ortstermin statt, leider ohne Einladung an den ADFC. Im Ergebnis wurden offensichtlich alle Vorschläge aus dem Verkehrsplanungsamt durch SÖR abgelehnt. Es wurde lediglich eine Umleitung von der Mommsenstraße über einen Parkplatz und einen Rad-/Gehweg ausgeschildert, die Radler*innen aus der Elbinger Straße und in südlicher Richtung nichts nützt. Wir haben daher am 09.06.2020 noch einmal an den 3. Bürgermeister als Ersten Werkleiter von SÖR geschrieben, siehe hier.

Vor der neuen Konzerthalle: Kein Platz für guten Radweg gesichert, nur für “Kompromiss“!

Den Wunsch des ADFC, im Bebauungsplan für die neue Konzerthalle den Platz für einen eigenständigen Radweg zu sichern, wurde nicht erfüllt. Angestrebt wird nur „ein guter Kompromiss“. Als „Kompromiss“ wurden aber auch die schlechten Lösungen in der Labenwolfstraße oder am Maxtorgraben bezeichnet. Der ADFC hatte darum noch einmal bei den Stadträt*innen interveniert. Die Entscheidung wurde zwar am 28.04.2020 noch einmal vertagt, am 11. Mai 2020 hat der neue Stadtrat dann aber den Bebauungsplan mit Mehrheit unverändert beschlossen. Lest die ausführliche Darstellung hier.

Mehr Platz für Menschen: Andere Städte handeln – Nürnberg noch nicht

Seit Beginn der Corona-Krise haben etliche Städte u. a. provisorische Radwege („Pop-up-bike-Lanes“) angelegt, in Deutschland war Berlin schon am 24.03.2020 soweit! Die Städte wollen unbedingt vermeiden, dass viele Leute dauerhaft auf das Auto umsteigen.

Der ADFC Nürnberg hatte sich am 09.04.20 an die Stadt gewandt (siehe hier) und angefragt, ob auch die Stadt Nürnberg schon entsprechendes vorhabe. Die Antwort kam am 30.04.20 und war enttäuschend. Lest mehr hier!

Mehr Platz fürs Rad

Am Donnerstag, 9. April 2020, wandte sich der ADFC Kreisverband Nürnberg an Bürgermeister Christian Vogel mit dem Vorschlag, in Zeiten von Corona dem Radverkehr mehr Raum einzuräumen. „In der derzeitigen Krisensituation ist es oft sinnvoll, das Fahrrad und nicht den ÖPNV zu nutzen“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende des ADFC Nürnberg, Albrecht Steindorff. „Nachdem die Stadt bereits auf das Umsteigen vom ÖPNV auf das Auto reagiert hat, indem sie auf die Erhebung von Parkgebühren verzichtet, hoffen wir, dass sie auch handelt, um Radverkehr mit möglichst viel Abstand zu erleichtern.“

In der laufenden Woche hat auch die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) unter der Überschrift "Rad statt Bus oder Bahn: Fahrradfahren als Alternative zum ÖPNV" für die Nutzung des Fahrrads geworben. Tatsächlich jedoch stoßen Radler*innen oft auf das Problem, auf den vorhandenen Radwegen und vor allem den Rad-Gehwegen den empfohlenen sozialen Abstand von anderthalb Metern nicht einhalten zu können. Es sollte Radfahrer*innen daher aktuell ermöglicht werden, auch dort die kaum befahrenen Fahrbahnen zu nutzen, an denen Radwege entlangführen. In Absprache mit der Polizei sollte klargestellt werden, dass es nicht sanktioniert wird, wenn jemand auf der Straße radelt, auch wenn er damit die sonst geltende Radwegbenutzungspflicht außeracht lässt. Flankierend schlägt der ADFC vor, vorübergehend Tempo 30 einzuführen und die entsprechenden Ampelschaltungen einzustellen.

Der ADFC fragt, ob auch in Nürnberg daran gedacht wird, wie in anderen Städten, speziell in Berlin, an kritischen Strecken eine Kfz-Spur provisorisch abzutrennen, um mehr Platz fürs Rad zu schaffen.

Lies hier den vollständigen Text.

Radverkehr auf dem Nelson-Mandela-Platz

Noch viele Hindernisse

Der Nelson-Mandela-Platz wurde aufwändig umgestaltet. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb 2009 und vielen Diskussionen hat es lange gedauert. Jetzt ist er fast fertig.

Es gibt positive Dinge: Für Radfahrer*innen neu ist die Möglichkeit, den Nelson-Mandela-Platz über die Straße „Hinterm Bahnhof“ von Ost nach West zu queren. Und neu ist das erste Parkhaus für Fahrräder in Nürnberg, das entlang des Bahndamms angelegt wurde.

Die ersten Erfahrungen mit der schon fertigen Straße „Hinterm Bahnhof“, über die der Radverkehr in beiden Richtungen und Autoverkehr in West-Ost-Richtung rollen soll, zeigen aber dringenden Bedarf an Nachbesserungen.

Schon in der Planungsphase war kritisiert worden, dass Senkrechtparkplätze für Autos direkt neben dem Radstreifen für die Ost-West-Richtung vorgesehen sind. Jetzt sind entgegen der Planung auch noch Längsparkplätze im westlichen Bereich neben dem Radstreifen angelegt worden. In allen Fällen müssen die Autos den Radstreifen queren, auch wenn sie die Radfahrenden nicht richtig sehen können.

Man sieht Autos auf dem Radstreifen halten und Reisende ein-und aussteigen. Trotz des roten Granitsteins ist der Radstreifen für Autofahrer nur schwer als solcher erkennbar, vor allem bei Nässe und Dämmerung. Für Radfahrer*innen gibt es, wenn sie von Westen über die Radfahrerampel kommen keine Hinweise, wo ihr Weg weitergeht: viele fahren in der falschen Richtung auf dem Radstreifen links von der Fahrbahn.

Nach einem Ortstermin im Nieselregen noch vor der Ausgangsbeschränkung hat der ADFC Nürnberg in einem Brief an das Verkehrsplanungsamt und den Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) auf die Probleme hingewiesen und um Nachbesserungen gebeten. Details kann man hier nachlesen. Zur Bilderstrecke geht hier.

Radentscheid Nürnberg

Die Auftaktveranstaltung für den geplanten „Radentscheid“ (Bürgerbegehren) am 16.10.19 war sehr gut besucht. Es wurden 8 Arbeitsgruppen gebildet, in den meisten sind ADFC-Aktive vertreten. Die AG’s sind selbstverständlich für alle InteressentInnen offen.

Die ersten Spenden sind schon eingegangen, es werden aber noch viel mehr benötigt DE49 7603 5000 0000 7524 87 (Konto-Inhaber ADFC Nürnberg), ausdrücklich Verwendungszweck „Radentscheid“ angeben! Nähere Infos gibt es hier.

Aktion "Mehr Platz fürs Rad" am 10. Oktober

In Nürnberg gibt es noch zu viele Lücken im Radwegenetz. Eine davon befindet sich in der Pillenreuther Straße. Am Donnerstag, den 10. Oktober hatten wir diese Lücke mit einer Aktion unter dem Motto „Mehr Platz fürs Rad“ kurzzeitig geschlossen, siehe Bild.

Damit wollten wir exemplarisch auf fehlende Radwege an Hauptverkehrsstraßen hinweisen, die ausreichend breit sein müssen und den Radfahrern auch Sicherheit vermitteln sollen.

Mehr zu den Hintergründen dieser Aktion findest Du hier, zur Kampagne „Mehr Platz fürs Rad“ allgemein hier und hier.

Mitmachen erwünscht: Aufkleber-Aktion „Abstand 1,5 m“

09.09.2019

Auch Fahrzeuge der Stadt Nürnberg weisen künftig auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern beim Überholen von Radlerinnen und Radlern im Straßenverkehr hin. Die Aufkleber-Aktion „Abstand 1,5 m“ wird im Zuge der kommunalen Radverkehrskampagne „Nürnberg steigt auf“ unter Federführung des städtischen Verkehrsplanungsamts realisiert. Auch Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Bereits seit Oktober 2018 sind im Zuge dieser Kampagne die Heckflächen von zehn Bussen der VAG mit diesem Hinweis beklebt. Die Aufkleber-Aktion wird auch auf den städtischen Fuhrpark mit circa 600 Fahrzeugen ausgeweitet. Die Taxi-Zentrale Nürnberg unterstützt ebenfalls diese Botschaft, sodass die Aufkleber auch auf zahlreichen Taxis zu sehen sein werden. Auch Bürgerinnen und Bürger können mitmachen. Sie erhalten Aufkleber für ihr eigenes Fahrzeug beim Verkehrsplanungsamt in der Lorenzer Straße 30, Zimmer 214. Interessierte mögliche Kooperationspartner können sich per E-Mail unter vpl(..at..)stadt.nuernberg.de an das Verkehrsplanungsamt wenden.

Mehr Infos findest Du hier.

Radfahrerin tödlich verunglückt

03.07.2019

Am Dienstag, den 18. Juni, verunglückte eine Radfahrerin an der Einmündung der östlichen Bayernstraße in die Jitzhak-Rabin-Straße (Nähe Cafe Wanner) tödlich. Beim Überqueren der Ringstraße über die Fahrradfurt wurde sie von einem abbiegenden LKW erfasst. Es ist mehr als traurig, dass immer wieder solche Unfälle passieren. Die Forderungen des ADFC, um solche Unfälle vermeiden zu helfen, sind hinlänglich bekannt. Allein deren Umsetzung lässt auf sich warten.

Ende Juni wurde ein Ghost Bike an der Unfallstelle aufgestellt; als Mahnmal für alle Verkehrsteilnehmer.

Fahrradstraßen für Nürnberg

03.07.2019

In der Sitzung des Verkehrsausschusses des Nürnberger Stadtrats am 27. Juni wurden die Straßenpläne für die ersten Fahrradstraßen in Nürnberg vorgestellt und beschlossen. In diesem und dem kommenden Jahr sollen Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von knapp 11 km in folgenden Straßen eingerichtet werden: Wilhelm-Späth-Straße, Muggenhofer Straße, Schloßstraße - Thäterstraße, Sandrartstraße - Jagdstraße, Hummelsteiner Weg, Metthingstraße - Aussiger Platz, Rennweg und Herbststraße – Zuckermandelweg.

Der ADFC begrüßt, dass ein Jahr nach dem grundsätzlichen Beschluss zur Einrichtung von Fahrradstraßen mit einem ersten Teilschritt acht der zwölf Abschnitte aus der Stufe 1 umgesetzt werden sollen. Die Realisierung sollte trotz der erkennbaren Kostensteigerungen wie geplant zügig erfolgen. Nur so gibt es an hinreichend vielen Stellen gleichzeitig die Möglichkeit, den angemessenen Umgangs mit der für Nürnberg neuen Verkehrsregelung zu lernen. Durch die zeitliche Konzentration und die Verteilung über das gesamte Stadtgebiet kann das dann sinnvoll auch medial begleitet werden. Es wäre hilfreich, wenn dann auch die vier noch verbliebenen Strecken der Stufe 1 möglichst rasch geplant und umgesetzt würden.

Das VAG_Rad ist da!

Seit Anfang Juni gibt es ein neues Fahrradverleihsystem in Nürnberg: das VAG_Rad. Mit zunächst 300 und bald 500 leichtgängigen Fahrrädern bietet das neue Verleihsystem der VAG Nürnberg die Möglichkeit, auch ohne eigenes Fahrrad Rad zu fahren. Es gibt derzeit 20 feste Verleihstationen im Stadtgebiet sowie eine so genannte Flexzone in der Innenstadt. Diese erstreckt sich über die Stadtteile Maxfeld, St. Sebald, St. Lorenz und Gostenhof. Dort ist das Ausleihen und Abstellen an allen frei zugänglichen Straßen möglich. Eine einmalige Registrierung mittels VAG_Rad-App, unter vagrad.de oder im VAG-KundenCenter am Nürnberger Hauptbahnhof genügt, um fortan per App, eTi-cket oder Telefon Fahrräder ausleihen zu können. Die Ausleihgebühr beträgt 5 Cent pro Minute. Abo-Kunden der VAG stehen monatlich 600 Freiminuten zur Verfügung.

Neues von den Planungen für Hasenbuck-Süd: erfreulich für die großen Hauptverbindungen, wenig neues für das Wohngebiet selbst

Erfreuliche Entwicklungen gibt es bei den Planungen für das neue Wohngebiet Hasenbuck-Süd: Entlang der Brunecker Straße und im Grünzug, der in der Mitte des Wohngebiets von Ost nach West verläuft, wird es eigenständige Radverkehrsanlagen geben. Nach Norden hin wird es eine neue Anbindung Richtung Frankenstraße/Südstadt geben. Die Zustimmung zum Wunsch nach einer Brücke über den Rangierbahnhof, einer Unterführung unter der Münchener Straße und einer Verbindung zur Rangierbahnhof-Siedlung wächst. Es erfolgt extra eine leichte Anpassung des Bebauungsplan-Entwurfs. Dies hätte es ohne das Engagement des ADFC so nicht gegeben, wie auch der Baureferent erklärte. Weniger erfolgreich waren wir mit unseren Wünschen für das Wohngebiet selbst. Lesen Sie mehr hier.

Fahrradstraßen für Nürnberg

Die Stadt Nürnberg will ab dem kommenden Jahr 12 Straßen(-abschnitte) mit einer Gesamtlänge von 15 km über das ganze Stadtgebiet verteilt zu Fahrradstraßen umgestalten. In Fahrradstraßen haben Radfahrer Vorrang. Kfz-Verkehr darf ausnahmsweise zugelassen werden, vor allem für Kraftfahrzeuge der Anlieger. Es gilt eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Dabei dürfen Radfahrer weder gefährdet noch behindert werden; sie dürfen sogar grundsätzlich nebeneinander fahren.

Wir befürworten diesen Vorschlag der Stadtverwaltung. Denn Fahrradstraßen sehen wir als eine Möglichkeit, das Radfahren in Nebenstraßen attraktiver zu gestalten und die Nutzung des Fahrrads mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. Lesen Sie hier weiter...

Radverkehrsetat wird erhöht!

Ende Juni konnte man der Nürnberger Presse Erfreuliches entnehmen: SPD, CSU und Grüne haben angekündigt, den Radverkehrsetat ab 2019 deutlich zu erhöhen. Wörtlich beantragen die drei Fraktionen Folgendes:

  • Eine deutliche Erhöhung des jährlichen Radwegeetats von derzeit 1,56 auf insgesamt 3,5 Millionen zum Ausbau der Radinfrastruktur und der farblichen Markierung von Radrouten.
  • Eine zusätzliche Stelle im Servicebetrieb öffentlicher Raum (SÖR) ergänzend zur diesjährigen Stellenschaffung im Verkehrsplanungsamt, um Planung und Umsetzung zu beschleunigen.

Das sind natürlich erstmal gute Nachrichten. Denn jahrelang haben wir entsprechende Maßnahmen gefordert, da die aktuelle finanzielle und personelle Ausstattung nicht ausreicht, um in Nürnberg das Radfahren voranzubringen. Lesen Sie hier weiter...

 

Brunecker Straße: Ortstermin im Nürnberger Süden

Der ADFC Nürnberg hat sich mehrfach zu der Entwicklung des neuen Stadtteils auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs (Brunecker Straße) zu Wort gemeldet. Denn bei der Planung und Entwicklung des Gebietes gibt es für die Stadt viel zu gewinnen, aber auch viele Chancen zu verspielen, wenn nicht rechtzeitig die Weichen für ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept gestellt werden.

Die AG Verkehr des ADFC hatte für den 15. Juni Vertreter der Parteien, der angrenzenden Bürgervereine und verschiedener an der Planung beteiligter städtischer Ämter zu einem Ortstermin eingeladen, um den Vorschlag näher zu erläutern und zu diskutieren. Fast alle eingeladenen Institutionen waren vertreten. Lesen Sie hier weiter... 

Radfahrende an der Zählstelle Königstorgraben: Die zweite Million

Am 14. April 2018 wurde die oder der zweimillionste Radfahrerende an der Zählstelle am Königstorgraben vor dem Künstlerhaus gezählt. Die erste Million war am 22. September 2016 erreicht worden, am Tag 428 des Betriebs der Zählstelle. Bis zur zweiten Million hat es etwas länger gedauert; mit 568 Tagen waren es 140 Tage mehr.
Der Grund für die längere Dauer war der Umbau des Bahnhofsvorplatzes, der von Ende April bis November 2017 massive Beeinträchtigungen für den Radverkehr mit sich brachte.
Lese hier mehr.

Radverkehr in der südlichen Altstadt - Neues Positionspapier des ADFC

Nach ungefähr zwanzig Jahren läuft wieder eine Stadterneuerungs-Maßnahme im Bereich Altstadt-Süd. Der ADFC ist im begleitenden Meinungsträger-Kreis vertreten. Aus diesem Anlass haben wir unsere im Rahmen der letzten Stadterneuerungs-Maßnahme Ende der 90er Jahre zusammen gestellten Positionen überarbeitet und aktualisiert. Allerdings besteht wenig Hoffnung, dass unsere Vorschläge im Rahmen der Stadtsanierung durchgesetzt werden können. Beim letzten Mal berichtetet zwar die Presse so, als ob die Wünsche des ADFC für die Stadt quasi Befehl seien, tatsächlich passierte aber so gut wie nichts. Wir müssen also für unsere Positionen auch auf vielen anderen Wegen werben.

Gefahrenpunkt nicht auf Kosten der Radfahrer beseitigen!

An der Kreuzung Äußere Bayreuther Straße/ Leipziger Platz kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen geradeausfahrenden Radfahrern und rechtsabbiegenden Fahrzeugen Richtung Kieslingstraße. Seit 2009 ereigneten sich acht entsprechende Verkehrsunfälle. Die Stadtverwaltung plant deshalb, die Kreuzung umzubauen. Allerdings beinhaltet die vorgeschlagene Lösung auch eine erhebliche Benachteiligung für Radfahrer. Wir haben uns deshalb mit einem Schreiben an die Verwaltung und die Stadtratsfraktionen gewandt.
Die Planungen der Stadt finden Sie hier.

Wegfall von Fahrradstellplätzen am Hauptbahnhof

Vor kurzem wurden die Fahrradstellplätze im ICE-Parkhaus am Nürnberger Hauptbahnhof gesperrt. Seit Mitte Dezember sind nun auch die Fahrradstellplätze am Ostausgang des Hauptbahnhofs nicht mehr nutzbar. Hinweisschilder verweisen auf die Fahrradstellplätze auf der Südseite des Hauptbahnhofs.
Mit dem Wegfall dieser beiden Stellplatzbereiche sind die einzigen witterungsgeschützten Fahrradstellplätze beim Bahnhofsgebäude entfernt worden. Daneben hat sich natürlich auch die Gesamtzahl der Fahrradabstellmöglichkeiten drastisch vermindert. Wir haben uns deshalb mit folgendem Schreiben an den Oberbürgermeister gewandt.

70% Autoverkehr! Ist das die Nürnberger Verkehrspolitik?

Nürnberger Stadtrat und Stadtverwaltung betonen gern öffentlich, wie sehr es ihnen wichtig ist, den Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu steigern. Die Praxis der Stadtplanung sieht z. Zt. mal wieder anders aus:
Für ein neues Gewerbegebiet östlich der Poststraße, also hinter dem „Paketpostamt“ läuft z. Zt. ein Bebauungsplanverfahren; hier soll ein neues „Logistikcenter“ entstehen. Die Planung geht davon aus, „dass künftig 70% der Mitarbeiter mit dem PKW … zum Arbeitsplatz fahren“. Dementsprechend beschäftigt sich die Planung nur ausführlich mit dem Kfz-Verkehr, u. a. ist ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen geplant. Zum Öffentlichen Personennahverkehr heißt es nur „Die Anbindung … ist ... sichergestellt“; in 820 Meter Entfernung gebe es Bushaltestellten. Zum Radverkehr wird nur ausgeführt, dass „Stellplätze für Fahrräder und Motorräder am Haupteingang … geplant“ seien. Und das obwohl der ADFC und andere in der Frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung durchaus weitergehende Hinweise und Anregungen gegeben hatten (siehe hier).
Leider ist es nicht das erste Mal, dass das Stadtplanungsamt bei der Fahrrad-Förderung völlig ausfällt. Der ADFC wird trotzdem auch in der derzeit laufenden Öffentlichkeitsbeteiligung noch einmal auf die Notwendigkeit und die durchaus bestehenden Möglichkeiten hinweisen, die umweltfreundlichen Verkehrsmittel und insbesondere auch den Radverkehr bei solchen Planungen stärker zu berücksichtigen. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt …
Weitere Detailinfos siehe hier.

„Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

Deutschland soll Fahrradland werden und zwar nicht 2043, sondern jetzt! Deshalb hat der ADFC die Kampagne „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ ins Leben gerufen. Mit dieser Kampagne wollen wir im heißen Wahlkampfsommer auf allen Ebenen für eine echte Verkehrswende streiten – für lebenswertere Städte und eine nachhaltige Mobilität für alle. Dazu haben wir acht politische Forderungen aufgestellt, organisieren Sternfahrten und Veranstaltungen mit Abgeordneten und anderen Entscheidungsträgern. Nun brauchen wir Sie als Unterstützer/-in, um der Kampagne ein größeres politisches Gewicht zu verleihen. Das geht ganz einfach:

1. Auf http://www.radlandjetzt.de gehen
2. Namen eintragen
3. Auf Absenden klicken
4. Fertig!

Auf dieser Seite gibt es auch weitere Informationen zur Kampagne.

Kein besseres Fahrradklima

Was beim meteorologischen Klima längst im Gange ist, ist beim Nürnberger Fahrradklima noch lange nicht in Sicht: ein Klimawandel. Dies bestätigte der Ende 2016 durchgeführte ADFC-Fahrradklimatest, dessen Ergebnisse Anfang Mai präsentiert wurden. Mit der Schulnote 4,1 und dem 24. Platz von 39 Städten über 200.000 Einwohner wurde fast das identische Ergebnis wie beim letzten Fahrradklimatest 2014 erzielt (Note 4,0 und Platz 26 von 39).
Auch bei den Einzelwertungen gab es kaum Veränderungen. Unzufrieden sind Nürnbergs Radfahrerinnen und Radfahrer weiterhin vor allem mit zugeparkten Radwegen (Note 5,3), den Ampelschaltungen für Radfahrer (5,1) und der Führung an Baustellen (5,0). Am besten bewertet wurden dagegen wiederum die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,9), die öffentlich verfügbaren Fahrräder (2,9) und die für Radfahrer geöffneten Einbahnstraßen (3,0).
Lesen Sie hier weiter…

Neubürgertouren – Nürnberg per Rad entdecken

Lernen Sie Nürnberg mit dem Fahrrad kennen! Egal, ob Sie neu in der Stadt sind oder schon länger hier wohnen: Wir zeigen Ihnen interessante Ziele im Stadtviertel und wie Sie diese mit dem Fahrrad erreichen.

Bei vier verschiedenen gemütlichen Touren lernen Sie unter anderem viele Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Naherholungsgebiete und zum Radfahren geeignete Wege kennen.   Mehr…

Zählstelle am Königstorgraben

07.09.2015
Seit Ende Juli steht am Radweg entlang der Altstadtmauer zwischen Lorenzer Straße und Hauptbahnhof eine Zählstelle für Radfahrer; die erste in Bayern! Angezeigt wird die aktuelle Zahl der vorbeifahrenden Radfahrer pro Tag, sowie die Gesamtzahl seit Inbetriebnahme. Auch wenn Nürnberg dadurch nicht fahrradfreundlicher wird, so verdeutlicht die Zählstelle doch, dass ein nicht unerheblicher Teil der Nürnberger Bevölkerung das Fahrrad im Alltagsverkehr nutzt.

Radschnellwege in der Metropolregion Nürnberg

30.07.2015
Erfreuliches gibt es zum Thema „Radschnellwege“ zu berichten. Nachdem wir im Herbst 2013 das Thema in die Öffentlichkeit getragen haben und sehr viel positive Resonanz erfuhren, hatte sich die Stadt Nürnberg dem Thema angenommen und die benachbarten Kommunen mit ins Boot geholt. Jüngstes Ergebnis ist die Vergabe einer Machbarkeitsstudie. Ende 2015 / Anfang 2016 sollen dann Ergebnisse über die Realisierbarkeit von Radschnellwegen in der Region vorliegen.

Auch  die Medien berichteten über dieses Thema: in der Presse finden sich zwei Artikel dazu (zur "Radautobahnen in Franken? Schnellwege sind in Planung" und außerdem: "Ampel- und autofrei: Nürnberger soll Radschnellweg bekommen") und auch der Bayerische Rundfunk befasste sich damit in seiner „Rundschau“: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/pilotprojekt-radschnellwege-vorstellung-100.html.

Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune

Stellungnahme des ADFC Nürnberg, 11.04.2013

Am Montag, den 8. April, bewertete die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK)“ Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune. Diese Bewertung muss aus Sicht des ADFC Nürnberg differenziert betrachtet werden. Wie die AGFK in ihrer Pressemitteilung vom 8. April selbst mitteilt, wurden insbesondere folgende Aspekte positiv bewertet:

  • das Ziel der Stadt Nürnberg, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis zum Jahr 2015 auf 20 % zu steigern,
  • das Fahrradverleihsystem „NorisBike“ mit 74 Stationen,
  • die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Radverkehrs und
  • Tempo 30 Zonen in zwei Dritteln des Stadtgebietes.

Optimierungsbedarf sieht die AGFK insbesondere in der Radwegführung und der Abstellsituation am Hauptbahnhof in Nürnberg. Der ADFC Nürnberg hofft, dass sich die Stadtspitze das bald zu Herzen nimmt. Das Prädikat „Fahrradfreundliche Kommune“ bedeutet also nicht, dass die gesamte Verkehrsinfrastruktur in Nürnberg den Bedürfnissen der Radfahrer gerecht wird. Offensichtlich wird mit dem Prädikat den Bemühungen der Stadt Nürnberg, insbesondere des Verkehrsplanungsamtes, in den letzten Jahren für bessere Radverkehrsbedingungen Rechnung getragen.

Zuletzt hatte der ADFC-Fahrradklimatest deutlich aufgezeigt, dass Nürnberg Optimierungsbedarf bei vielen Aspekten des Radverkehrs besitzt. 1.152 Radfahrer gaben Nürnberg dabei die Durchschnitts­note 3,89, mit der Nürnberg einen Platz im Mittelfeld belegte. Unter anderem folgende Punkte sind aus Sicht des ADFC Nürnberg wichtig, um Nürnbergs Infrastruktur für Radfahrer freundlicher zu machen:

  • Bessere Erreichbarkeit der Altstadt: aus der Südstadt (Sterntor!), Einfallstraßen öffnen (Äußere Laufer Gasse, Beckschlagergasse, Ludwigstraße)
  • Überdachte Abstellanlagen: Umsetzung des Abstellanlagenkonzept Altstadt vom Januar 2008!
  • Querung des Hauptmarktes: „Fußgängerzone – Radfahrer frei“
  • Mehr + bessere Fahrradparkmöglichkeiten am Hauptbahnhof: Nord- und Südseite!
  • Ausbau der Fahrradwegweisung: Umsetzung des Radroutennetzplans vom Dezember 2006
  • Schließung wichtiger „Radwegelücken“: Fürther Straße, Maximilianstraße, Frankenstraße, Ansbacher Straße
  • Sanierung bestehender Radwege: Münchner Straße, Bayernstraße, Frankenstraße, Altstadtring
  • Schaffung neuer Grünrouten: Freiraumverbindungen (Flächennutzungsplan), Rednitztal

© ADFC Nürnberg 2020

Radtouren

Knoblauchsland und Sebalder Reichswald

Mi, 05.08.2020 18:00 - 20:30
Ort: Nürnberg, U-Bahn-Station Ziegelstein, beim Blumen Graf, 90411 Nürnberg
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Rund um Schwabach (locker)

Do, 06.08.2020 18:00 - 20:30
Fällt aus
Ort: Schwabach, Königsplatz, am Pferdebrunnen, 91126 Schwabach
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Rund um Schwabach (flott)

Do, 06.08.2020 18:00 - 20:30
Fällt aus
Ort: Schwabach, Königsplatz, am Rathaus, 91126 Schwabach
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Veranstaltungen

GPS-Beratungsstammtisch der Navi-AG

Di, 04.08.2020 19:00 - 21:00
Ort: Heroldstraße 2, 90408 Nürnberg
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GPS-Beratungsstammtisch der Navi-AG

Di, 01.09.2020 19:00 - 21:00
Ort: Heroldstraße 2, 90408 Nürnberg
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