ADFC begleitet Parteipolitik durch Nürnberg

29.09.2015

Unter dem Motto „Radlfreud und Radlleid - Rund um die Altstadt“ lud die ÖDP am letzten Freitag im September ein. Als sachkundige Bürger hatten die Parteipolitiker den ADFC Nürnberg um Unterstützung gebeten. Mehrere ADFCler begleiteten die Radtour, die in der Südstadt begann, durch Sandreuth, Gostenhof, an der Kaiserburg vorbei rund um die Altstadt zum Hauptbahnhof und wieder zurück in die Südstadt führte.

Gleich nach dem Start im Bleiweißviertel konnten die Radfahrerinnen und Radfahrer sehen, wie Leid und Freude dicht beieinander liegen. Einer überraschenden Baustelle, die die wichtige Radroute durch die Humboldtstraße am Hummelsteiner Weg unterbrach, folgten dann Radfahrampel und gegen die Richtung freigegebene Einbahnstraßen.

Die Radtour sah gute Lösungen für den Radverkehr am Dr.-Luppe-Platz oder durch die Kleingärten an der Hinteren Marktstraße, aber auch die schwierigen Situationen an der Schwabacher Straße oder durch die Sperrung des Westtorgrabens. Den guten, recht neuen Übergang vom Vestnertorgaben in die Frommannstraße erörterte die Gruppe ebenso wie die unbefriedigende Ampelsituation am Maxtorplatz und die komplizierte Verkehrs-, aber auch Rechtslage am Maxtorgraben. Weitere Stationen waren die Engstelle am Laufertorgraben, die Bushaltestelle Wöhrder Wiese, die erste stationäre Fahrradzählstelle und der Hauptbahnhof.

Stadtrat Jan Gehrke, Sprecher des Arbeitskreises Radverkehr der ÖDP, verdeutlichte den Zweck dieser neuen Veranstaltungsreihe: "Wir möchten wahrnehmen, zeigen und anerkennen, wo in Nürnberg gute Bedingungen für Fahrradfahrer geschaffen wurden, aber auch deutlich machen, welche Baustellen noch in Angriff zu nehmen sind.“

Radschnellwege in der Metropolregion Nürnberg

30.07.2015
Erfreuliches gibt es zum Thema „Radschnellwege“ zu berichten. Nachdem wir im Herbst 2013 das Thema in die Öffentlichkeit getragen haben und sehr viel positive Resonanz erfuhren, hatte sich die Stadt Nürnberg dem Thema angenommen und die benachbarten Kommunen mit ins Boot geholt. Jüngstes Ergebnis ist die Vergabe einer Machbarkeitsstudie. Ende 2015 / Anfang 2016 sollen dann Ergebnisse über die Realisierbarkeit von Radschnellwegen in der Region vorliegen.

Auch  die Medien berichteten über dieses Thema: in der Presse finden sich zwei Artikel dazu (zur "Radautobahnen in Franken? Schnellwege sind in Planung" und außerdem: "Ampel- und autofrei: Nürnberger soll Radschnellweg bekommen") und auch der Bayerische Rundfunk befasste sich damit in seiner „Rundschau“: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/pilotprojekt-radschnellwege-vorstellung-100.html.

Radständer für die Nürnberger Nordstadt

04.05.2014
Noch bis zum 15. Mai können Sie sich im Internet unter der Adresse www.nordstadt.nuernberg-steigt-auf.de über die vorgeschlagenen Standorte für neue Fahrradständer in der Nordstadt informieren, diese bewerten und weitere Standorte innerhalb des Projektgebietes anregen.

Mit dem Projekt „Radständer für die Nordstadt“ soll das Gebiet zwischen dem Maxtorgraben, dem Vestnertorgraben, der Bucher Straße, der Bayreuther Straße und dem Nordring systematisch mit Radständern ausgestattet werden.

Bürgerbeteiligung zur Radwegeverbindung Hallertor – Kontumazgarten

04.05.2014
Im Zusammenhang mit der Sanierung der Hallertorbrücke soll auch endlich mit einer neuen Unterführung eine Wegeverbindung am südlichen Pegnitzufer entstehen. Radfahrern von und zur südlichen Altstadt steht damit dann eine Alternative zum viel genutzten Radweg an der Hallerwiese zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Ihre Ideen und Vorschläge zur Gestaltung einzubringen. Die Stadt Nürnberg startet hierzu ab 12. Mai eine Online-Beteiligung. Mehr Infos unter www.nuernberg.de/internet/soer/kontumazgarten.html.

ADFC unterstützt Tempo 30 in Siedlerstraße

04.05.2015
Seit Mitte 2013 gilt in der Siedlerstraße, die Mögeldorf mit Zerzabelshof verbindet, Tempo 30. Nach einer Umfrage des Bürgervereins Mögeldorf, bei dem sich die Mehrheit der Teilnehmer für die Wiedereinführung von Tempo 50 aussprachen, wurde nun im Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrats über die Erfahrungen mit Tempo 30 berichtet. Aus Sicht der Nürnberger Stadtverwaltung hat sich Tempo 30 hinsichtlich der Verkehrssicherheit bewährt und soll deshalb beibehalten werden.

Der ADFC begrüßt dieses Fazit. Denn seit diese Geschwindigkeitsreduzierung eingeführt wurde, ist das Radfahren in der Siedlerstraße auf der Fahrbahn deutlich entspannter als zuvor. Das niedrigere Geschwindigkeitsniveau trägt dazu bei, dass man sich als Radfahrer sicherer fühlt.

Radwegebauetat 2014 nicht genutzt

26.04.2015

Wir erinnern uns: 1 Million Euro stellt der Stadtrat derzeit jährlich zur Verfügung, um Verbesserungen an der Nürnberger Radverkehrsinfrastruktur durchzuführen. Noch im April letzten Jahres wurde im Stadtrat darüber berichtet, wofür diese 1 Million Euro verwendet werden sollen. Doch wie wir Anfang dieses Jahres feststellen mussten, wurden einige geplante Maßnahmen, für die insgesamt 338.000 EUR veranschlagt waren, bisher nicht realisiert! Ein Drittel des Etats wurde also nicht genutzt!

Es handelt sich dabei um folgende Projekte:

  • Weg Großhabersdorfer Weg / Gutenstetter Straße
  • Radstreifen Rothenburger Straße zwischen Schweinauer und Bertha-von-Suttner-Straße
  • Weg Hermann-Kesten-Ring / Zeisigweg
  • Weg in Verlängerung der Rollnerstraße
  • Beleuchtung/Asphaltierung in der Finstermail

In einem Brief an den hierfür zuständigen Bürgermeister Vogel als Chef von SÖR haben wir deshalb u.a. nach den Gründen der Nicht-Realisierung gefragt und unsere Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass die nicht genutzten Mittel auch 2015 noch zur Verfügung stehen und die geplanten Projekte zeitnah umgesetzt werden. Zum Redaktionsschluss lag leider noch keine Antwort vor.

Realisiert wurden 2014 hingegen folgende Maßnahmen:

  • Radstreifen Äußere Bayreuther Straße zwischen Ziegelstein- und Kilianstraße
  • Radstreifen Gibitzenhofstraße im Bereich der Brehmstraße
  • Verlängerung des Radwegs in der Fischbacher Hauptstraße
  • Radwegefurt am Tiergärtnertor zur Fromannstraße

Nach unseren Informationen sind in diesem Jahr folgende Maßnahmen geplant:

  • Radstreifen Rothenburger Straße zwischen Wrede- und Elsa-Brändström-Straße
  • Julius-Loßmann-Straße (Radstreifen neben Rechtsabbiegespur)
  • Umgestaltungen am Rathenauplatz (Verbesserungen an Radwegefurten)
  • Neue Radwegführung am Plärrer (Radweg Spittlertorgraben nach Ludwigstraße)
  • Sanierung des Radwegs an der Münchener Straße zwischen Wodan- und Bayernstraße
  • Radstreifen Ansbacher Straße

Scheurlstraße: Umbaupläne überdenken!

26.04.2015

In einem Schreiben an den Baureferenten der Stadt Nürnberg und die Stadtratsfraktionen hatten wir gebeten, die vorliegenden Pläne für einen Umbau der Straßenbahnhaltestelle in der Scheurlstraße noch einmal zu überdenken.

Denn der an sich begrüßenswerte barrierefreie Umbau der Haltestelle führt zu massiven Nachteilen und Gefährdungen für Radfahrer. So sollen die Gleise an den Fahrbahnrand verlegt werden, was dazu führt, dass Radfahrer diese kreuzen müssen, mit der Gefahr des Einspurens oder Wegrutschens.

Hauptbahnhof: Parkplatzausfahrt entschärft? Ihre Meinung?

26.04.2015

Ende November letzten Jahres wurde die Ausfahrt am Kurzzeitparkplatz auf der Nordseite des Nürnberger Hauptbahnhofs umgestaltet. Die Entschärfung dieses Gefahrenpunktes hatten wir schon seit langem gefordert. Bei unserer Online-Umfrage im letzten Sommer zu den wichtigsten Radverkehrsmaßnahmen in Nürnberg belegte diese Stelle den 1. Platz. Nun wird der Rad- und Gehweg im Bereich der Parkplatzausfahrt stark verschwenkt, so dass sich 1 Fahrzeug zwischen Fahrbahn und Radweg aufstellen kann. Von dieser Lösung erhofft man sich, dass der Rad- und Gehweg nun nicht mehr so oft zugestellt wird.

Was halten Sie von dieser Lösung? Bewährt sich diese in der Praxis? Wir bitten um ihre Meinung!

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