Aktuelle Meldungen

Die zehn wichtigsten Maßnahmen für den Radverkehr

28.08.2014

Unter dem Motto „Die zehn wichtigsten Radverkehrsmaßnahmen für Nürnberg“ hat der ADFC Nürnberger Verkehrsteilnehmer zur Abstimmung gebeten. Vier Wochen lang, vom 13. Juli bis 10. August, konnte über 24 wichtige Maßnahmen für den Radverkehr abgestimmt werden. Über 1.000 Mal wurde diese Möglichkeit wahrgenommen. Eine beeindruckende Beteiligung, die das steigende Interesse am Radfahren und seinen Bedingungen in Nürnberg deutlich macht.

Die drei Maßnahmen mit den meisten Stimmen betreffen die Situation am Bahnhofsplatz, die Kreuzungen beim Marientunnel und die Radweglücke in der südlichen Fürther Straße zum Plärrer hin.

Nähere Infos zum Ergebnis der Abstimmung finden Sie auf dieser Seite. Hier finden Sie die Maßnahmen, die die Aktiven des ADFC ausgewählt und zur Abstimmung gestellt hatten.

Radweg hat sich bewährt

11.6.2014

Was gab es doch für Diskussionen und Aufregung um den Radweg in der Mögeldorfer Hauptstraße entgegen der Einbahnrichtung. CSU, Bürgerverein und Geschäftsleute protestierten damals (2011) aufs Schärfste gegen die von der Stadt geplante und vom ADFC seit langem geforderte Maßnahme. „Viel Rauch um nichts“ könnte man nun als Fazit ziehen. Denn eine Untersuchung der Stadtverwaltung zur Verkehrsausschuss-Sitzung im Juni zeigt, dass keine Unfälle registriert wurden und der Radweg sehr gut angenommen wird. Bei einer Zählung im Juli 2012 wurden 409 Radfahrer in 16 h registriert, die auf dem Radweg bergab zur Flußstraße fuhren. Ein Großteil dieser 409 Radfahrer dürfte vor Realisierung des Radwegs widerrechtlich die Gehwege genutzt haben. Somit werden zahlreiche Konflikte durch den neuen Radweg vermieden.

Verbesserungswürdig bleibt weiterhin das Abbiegen für Radfahrer vom Mögeldorfer Plärrer kommend nach rechts in die Mögeldorfer Hauptstraße entgegen der Einbahnrichtung. Denn die Ampelanlage ist hier allein auf den Kfz-Verkehr ausgerichtet, der nur nach links abbiegen darf. So steht die Ampel auf „Rot“, auch wenn ein Abbiegen nach rechts völlig konfliktfrei möglich wäre.

Beleuchtungsaktion am Färbertor

11.6.2014

Je dunkler es wird, desto höher ist der Anteil der Radfahrer mit korrekter Beleuchtung. Das ist das Fazit, das drei ADFC‘ler am 17. April 2014 ziehen konnten. Die Polizei kontrollierte an diesem Tag von 20 bis 21:30 Uhr die Beleuchtung von Fahrrädern am Färbertor. Diese Aktion gehörte zu der Schwerpunktaktion Radverkehr der Polizei in diesem Frühjahr. Der ADFC Nürnberg war mit drei Mitgliedern vor Ort und bot in dieser Zeit Beratung für die Radfahrer an, deren Räder nicht korrekt beleuchtet waren.
Staunen, welche stylischen Lampen es heute gibt, Interesse an der Beleuchtung am ADFC aber auch Unverständnis über die Kontrollen zeigten die gestoppten Radfahrer. Dabei kamen zum ADFC-Stand nur die Radfahrer, die sich einsichtig zeigten und bereit waren, sich beraten zu lassen.
Während dieser Aktion beobachtete der ADFC Nürnberg auch, wie die Räder beleuchtet waren: Von 110 Radfahrern waren 46 mit einwandfreier Beleuchtung unterwegs. An 42 Rädern brannte immerhin eine Lampe. Leider waren 22 Fahrräder vollständig dunkel. Dabei war zu beobachten, dass in der Dämmerung recht viele Radfahrer ohne Licht unterwegs waren. Als es dunkler wurde, stieg die Anzahl der korrekt beleuchteten Räder deutlich an. Gründe dafür könnten sein, dass das Licht am Rad zu spät eingeschaltet wird. Auch wäre möglich, dass zu späterer Stunde mehr routinierte Alltagsradfahrer unterwegs sind.

Pressemitteilung: Mehr Rücksicht bitte!

05.05.2014

ADFC wirbt für ein freundliches Miteinander im Straßenverkehr

Der Frühling ist schon vor einiger Zeit angebrochen und mit ihm sind auch wieder viele Radfahrer in Nürnberg unterwegs. Nicht nur in der Freizeit, sondern immer mehr auch im Alltag auf dem Weg in die Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen. Doch der Platz in der Stadt ist oft eng bemessen und so kommt es immer wieder zu kritischen Situationen im Straßenverkehr, bei denen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Aus diesem Grund bittet der ADFC um gegenseitige Rücksichtnahme und wendet sich insbesondere mit folgenden Hinweisen an die einzelnen Verkehrsteilnehmer

Download der kompletten Pressemitteilung: Mehr Rücksicht bitte!

Radfahrer stirbt bei Verkehrsunfall

30.04.2014
Am Abend des 24. April ereignete sich ein tragischer Verkehrsunfall am Südende des Marientunnels. Ein junger Radfahrer, der von der Bahnhofstraße kommend in den Marientunnel eingebogen ist, stürzte nach bisherigen Erkenntnissen auf der Fahrbahn und wurde von einer entgegenkommenden Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt. Der ADFC Nürnberg ist zutiefst betrübt und in Gedanken bei den Angehörigen des verunglückten Radfahrers.
Warum der Radfahrer auf der Fahrbahn und nicht auf dem parallel verlaufenden Radweg gefahren ist, lässt sich bisher nur vermuten. Doch als wahrscheinlichen Grund sieht auch der ADFC Nürnberg das zeitaufwendigere Abbiegen nach Links an, wenn man der Radwegführung folgt. Denn hier müssen zwei Fußgängerampeln mit oftmals langen Wartezeiten überquert werden, während bei der Fahrbahnnutzung ein zügigeres direktes Linksabbiegen möglich ist. Aus Sicht des ADFC sollte deshalb überprüft werden, wie die Situation am Südausgang des Marientunnels verbessert werden kann. Für das nördliche Tunnelende wurden bereits im letzten Jahr Straßenpläne beschlossen, die aber noch auf ihre Umsetzung warten. Auch dort ist die Situation für Radfahrer nicht ohne Gefährdungspotential.

Radschnellwege-Konzept für die Region Nürnberg

04.11.2013

Radschnellwege sind Radverkehrsverbindungen, die direkt geführt und qualitativ hochwertig Zentrum und Umland miteinander verknüpfen. Die ADFC-Kreisverbände der Region haben ein Konzept für Rad­schnellwege im Großraum Nürnberg - Fürth - Erlangen - Schwabach entwickelt. Der ADFC ruft Poli­tik und Behörden auf, dieses Konzept umzusetzen. Mehr zum Thema finden Sie in der Rubrik Radverkehr.

Fotoaktion gegen das Parken auf Radwegen

7. August 2013

12.09.2013
Wer mit dem Fahrrad im Stadtgebiet unterwegs ist, kennt das Problem: Zugeparkte Radwege! Sie stellen nicht nur ein Hindernis für Radfahrer dar, sondern beeinträchtigen auch die Verkehrssicherheit.
Wir wollen deshalb unter http://www.adfc-nuernberg.de/radverkehr/aktion-radwegparker.html anhand von Fotos dokumentieren, wo es im Nürnberger Straßennetz zu solchen Gefahren und Einschränkungen kommt.

Das kann für die Verkehrspolizei eine Hilfe für zukünftige Kontrollen sein. Zugleich wollen wir in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein schaffen, dass Parken auf Radwegen kein Kavaliersdelikt ist. Hierzu werden wir uns zu gegebener Zeit an die Medien wenden. Und so ganz nebenbei ist das auch eine Möglichkeit, anonym seinen Ärger über Radwegparker loszuwerden.


Schicken Sie uns also bitte Fotos von parkenden Fahrzeugen auf Radwegen oder Radstreifen im Stadtgebiet Nürnberg mit genauer Orts- und Uhrzeitangabe an die Adresse radwegparker(..at..)adfc-nuernberg.de. Bevor wir das Foto dann anonym veröffentlichen, machen wir noch aus rechtlichen Gründen das Kfz-Kennzeichen unkenntlich.

Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune

Stellungnahme des ADFC Nürnberg, 11.04.2013

Am Montag, den 8. April, bewertete die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK)“ Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune. Diese Bewertung muss aus Sicht des ADFC Nürnberg differenziert betrachtet werden. Wie die AGFK in ihrer Pressemitteilung vom 8. April selbst mitteilt, wurden insbesondere folgende Aspekte positiv bewertet:

  • das Ziel der Stadt Nürnberg, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis zum Jahr 2015 auf 20 % zu steigern,
  • das Fahrradverleihsystem „NorisBike“ mit 74 Stationen,
  • die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Radverkehrs und
  • Tempo 30 Zonen in zwei Dritteln des Stadtgebietes.

Optimierungsbedarf sieht die AGFK insbesondere in der Radwegführung und der Abstellsituation am Hauptbahnhof in Nürnberg. Der ADFC Nürnberg hofft, dass sich die Stadtspitze das bald zu Herzen nimmt. Das Prädikat „Fahrradfreundliche Kommune“ bedeutet also nicht, dass die gesamte Verkehrsinfrastruktur in Nürnberg den Bedürfnissen der Radfahrer gerecht wird. Offensichtlich wird mit dem Prädikat den Bemühungen der Stadt Nürnberg, insbesondere des Verkehrsplanungsamtes, in den letzten Jahren für bessere Radverkehrsbedingungen Rechnung getragen.

Zuletzt hatte der ADFC-Fahrradklimatest deutlich aufgezeigt, dass Nürnberg Optimierungsbedarf bei vielen Aspekten des Radverkehrs besitzt. 1.152 Radfahrer gaben Nürnberg dabei die Durchschnitts­note 3,89, mit der Nürnberg einen Platz im Mittelfeld belegte. Unter anderem folgende Punkte sind aus Sicht des ADFC Nürnberg wichtig, um Nürnbergs Infrastruktur für Radfahrer freundlicher zu machen:

  • Bessere Erreichbarkeit der Altstadt: aus der Südstadt (Sterntor!), Einfallstraßen öffnen (Äußere Laufer Gasse, Beckschlagergasse, Ludwigstraße)
  • Überdachte Abstellanlagen: Umsetzung des Abstellanlagenkonzept Altstadt vom Januar 2008!
  • Querung des Hauptmarktes: „Fußgängerzone – Radfahrer frei“
  • Mehr + bessere Fahrradparkmöglichkeiten am Hauptbahnhof: Nord- und Südseite!
  • Ausbau der Fahrradwegweisung: Umsetzung des Radroutennetzplans vom Dezember 2006
  • Schließung wichtiger „Radwegelücken“: Fürther Straße, Maximilianstraße, Frankenstraße, Ansbacher Straße
  • Sanierung bestehender Radwege: Münchner Straße, Bayernstraße, Frankenstraße, Altstadtring
  • Schaffung neuer Grünrouten: Freiraumverbindungen (Flächennutzungsplan), Rednitztal

© ADFC Nürnberg 2014

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