Aktuelle Meldungen

Winterdienst für Radfahrer 2013/2014

03.12.2013

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) hat sein Winterdienstkonzept für Radfahrer als Winterdienstkonzept>PDF-Datei veröffentlicht. In diesem Plan ist ersichtlich, welche Wege im Stadtgebiet Nürnberg für Radfahrer geräumt werden sollen. Die Wege sind dabei in drei Prioritätsstufen eingeteilt: Stufe 1 (Farbe Rot) wird sofort geräumt, Stufe 2 (Grün) direkt im Anschluss (möglichst noch am Tag des Schneefalls) und Stufe 3 (Blau) danach. 

Sollte der Winterdienst nicht wie geplant durchgeführt werden oder wichtige Radrouten im Winterdienstkonzept fehlen, bitten wir um Ihre Rückmeldung. In dringenden Angelegenheiten wenden Sie sich aber bitte direkt an SÖR (Tel. 0911 / 231-7637, Kontaktformular).

Haushaltsberatungen in Nürnberg: Keine stärkere Radverkehrsförderung

03.12.2013

Trotz eines eindringlichen Appells des ADFC an die im Stadtrat vertretenen Parteien wurde der Etat für den Radverkehr bei den städtischen Haushaltsberatungen Ende November nicht erhöht. Entsprechende Anträge der Grünen und der ÖDP wurden von der Mehrheit aus CSU und SPD abgelehnt. Dabei waren noch in der vorhergehenden Sitzung des Verkehrsausschusses Stimmen aus beiden großen Fraktionen für eine finanzielle Verbesserung zu vernehmen gewesen.

Denn der bestehende Etat reicht bei weitem nicht aus, um die Liste an bereits beschlossenen Radwegplanungen abzuarbeiten. Im Gegenteil: Sie wird länger und länger. So sind unter anderem Pläne für die Ansbacher Straße und die Rothenburger Straße dazu gekommen.

Der ADFC hatte des Weiteren argumentiert, dass seit der Erhöhung des Radwegebauetats auf 1 Million Euro ab 2012 ein großer Teil des Etats in Großprojekte fließt (2012: Bahnhofstraße, Dürrenhofstraße; 2013: Äußere Bayreuther Straße) oder in Maßnahmen investiert wird, die zuvor nicht aus dem Radwegebauetat finanziert worden wären (zum Beispiel Sanierung Marienbergpark und Rüblander Ufer; Abstellanlagen Altstadt). Folglich kann in 2013 als einzig nennenswerte realisierte Maßnahme die Anlage des Radstreifens am Laufertorgraben verzeichnet werden.

Der Nationale Radverkehrsplan des Bundesverkehrsministeriums sieht für Städte wie Nürnberg einen Finanzbedarf von 8 bis 12 Euro pro Einwohner und Jahr allein für die Radverkehrsinfrastruktur vor. Nürnberg investiert dagegen derzeit 2 Euro pro Einwohner und Jahr. Die Planungen der Stadt Nürnberg sind hier aufgelistet: Städtische Planungen für 2013.

Weg an der Hallerwiese schon wieder sanierungsbedürftig

03.08.2013

Nachdem der Weg an der Hallerwiese erst vor drei Jahren aufwendig saniert wurde, muss die wasser­gebundene Deckschicht schon wieder erneuert werden. Damit tritt das ein, wovor der ADFC vor drei Jahren den Stadtrat in einem ausführlichen Schreiben gewarnt hat:

„… Ziel der Sanierung ist doch, dass dieser Weg künftig nicht so oft Instand gehalten werden muss und damit auch laufende Kosten reduziert werden. Mit der Entscheidung für einen weiterhin wasser­gebundenen Belag wird das Ziel aus unserer Sicht nur bedingt erreicht. Pfützen werden sich aufgrund der Verwendung eines widerstandsfähigen Stabilisatormaterials und dem Einbau einer Neigung zur Pegnitz hin wahrscheinlich nicht mehr so schnell bilden. Doch sie werden sich bilden, weil ein wassergebundener Belag nach Niederschlägen an der Oberfläche weich ist und dann bei Bean­spruchung (z.B. durch städtische Fahrzeuge, die ein höheres Gewicht auf den Weg bringen als die Reifen eines Fahrrads!) wieder Unebenheiten entstehen. Bei einer Sanierung mit einem wassergebundenen Belag werden also auch in Zukunft Instandhaltungskosten entstehen. …“
(Auszug aus dem Schreiben vom 25.04.2010).

Der ADFC hatte damals für eine Asphaltierung mit gleichzeitigem Erhalt des Baumbestands (durch Pflasterung im Bereich der Baumwurzel) plädiert.

Endlich: Überdachte Fahrradständer in der Altstadt

29.04.2013

In der Nürnberger Altstadt wurden die schon seit 2008 geplanten überdachten Fahrradständer errichtet. Am Hallplatz, in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße und in der Adlerstraße stehen nun witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten zur Verfügung, um die es verwaltungsintern langwierige Diskussionen hinsichtlich der Optik gegeben hatte. Im Bauhof wird in Kürze eine weitere Anlage errichtet. Leider wurden beim Einbau der Fahrradständer die Vorgaben des Verkehrsplanungsamts hinsichtlich des seitlichen Abstands nicht eingehalten, so dass die Nutzung eines Anlehnbügels für zwei Fahrräder nur eingeschränkt möglich ist.

Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune

Stellungnahme des ADFC Nürnberg, 11.04.2013

Am Montag, den 8. April, bewertete die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK)“ Nürnberg als fahrradfreundliche Kommune. Diese Bewertung muss aus Sicht des ADFC Nürnberg differenziert betrachtet werden. Wie die AGFK in ihrer Pressemitteilung vom 8. April selbst mitteilt, wurden insbesondere folgende Aspekte positiv bewertet:

  • das Ziel der Stadt Nürnberg, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis zum Jahr 2015 auf 20 % zu steigern,
  • das Fahrradverleihsystem „NorisBike“ mit 74 Stationen,
  • die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Radverkehrs und
  • Tempo 30 Zonen in zwei Dritteln des Stadtgebietes.

Optimierungsbedarf sieht die AGFK insbesondere in der Radwegführung und der Abstellsituation am Hauptbahnhof in Nürnberg. Der ADFC Nürnberg hofft, dass sich die Stadtspitze das bald zu Herzen nimmt. Das Prädikat „Fahrradfreundliche Kommune“ bedeutet also nicht, dass die gesamte Verkehrsinfrastruktur in Nürnberg den Bedürfnissen der Radfahrer gerecht wird. Offensichtlich wird mit dem Prädikat den Bemühungen der Stadt Nürnberg, insbesondere des Verkehrsplanungsamtes, in den letzten Jahren für bessere Radverkehrsbedingungen Rechnung getragen.

Zuletzt hatte der ADFC-Fahrradklimatest deutlich aufgezeigt, dass Nürnberg Optimierungsbedarf bei vielen Aspekten des Radverkehrs besitzt. 1.152 Radfahrer gaben Nürnberg dabei die Durchschnitts­note 3,89, mit der Nürnberg einen Platz im Mittelfeld belegte. Unter anderem folgende Punkte sind aus Sicht des ADFC Nürnberg wichtig, um Nürnbergs Infrastruktur für Radfahrer freundlicher zu machen:

  • Bessere Erreichbarkeit der Altstadt: aus der Südstadt (Sterntor!), Einfallstraßen öffnen (Äußere Laufer Gasse, Beckschlagergasse, Ludwigstraße)
  • Überdachte Abstellanlagen: Umsetzung des Abstellanlagenkonzept Altstadt vom Januar 2008!
  • Querung des Hauptmarktes: „Fußgängerzone – Radfahrer frei“
  • Mehr + bessere Fahrradparkmöglichkeiten am Hauptbahnhof: Nord- und Südseite!
  • Ausbau der Fahrradwegweisung: Umsetzung des Radroutennetzplans vom Dezember 2006
  • Schließung wichtiger „Radwegelücken“: Fürther Straße, Maximilianstraße, Frankenstraße, Ansbacher Straße
  • Sanierung bestehender Radwege: Münchner Straße, Bayernstraße, Frankenstraße, Altstadtring
  • Schaffung neuer Grünrouten: Freiraumverbindungen (Flächennutzungsplan), Rednitztal

Hauptmarkt-Querung mit dem Fahrrad

02.04.2013

Wie Mitte März der Presse zu entnehmen war, hat der Stadtseniorenrat einen Radweg um den Hauptmarkt herum vorgeschlagen (über Waaggasse, Rathausplatz, Brautkehre, Obstgasse). Der ADFC hat sich daraufhin mit einem Schreiben an die Stadtratsfraktionen gewandt und erläutert, warum die vorgeschlagene Strecke kein gleichwertiger Ersatz für eine direkte Verbindung über den Hauptmarkt darstellt.

Der Großteil der Radfahrer würde weiterhin den direkten, geradlinigen Weg über den Hauptmarkt wählen, denn die vorgeschlagene Strecke ist verwinkelt und stellt einen Umweg dar. Berücksichtigt werden muss auch, dass auf der vorgeschlagenen Strecke genauso Fußgänger unterwegs sind wie am Hauptmarkt und dass auch dort Veranstaltungen stattfinden bzw. Hauptmarkt-Veranstaltungen sich dorthin ausdehnen. Zudem befindet sich auf der vorgeschlagenen Strecke die Außenbewirtschaftung des Bratwurst-Rösleins. Konflikte mit Gästen bzw. den Bedienungen wären vorprogrammiert.

Wir haben deshalb darum gebeten, den Radfahrern das Überqueren des Hauptmarktes von der Frauenkirche zur Waaggasse zu erlauben und auf die schon seit einigen Jahren erfolgte Freigabe des Jakobsplatzes für Radfahrer und die positiven Erfahrungen verweisen. Auch hier herrscht reger Fußgängerverkehr und finden Veranstaltungen statt. Probleme mit Radfahrern sind trotzdem nicht bekannt geworden.

Elbinger Straße: Senkrecht- statt Längsparkbuchten

02.04.2013

Entgegen dem ursprünglichen Straßenplan werden nun auf der Westseite der Elbinger Straße eben­falls Senkrechtparkbuchten angelegt. Dies hat der Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrats Mitte März gegen die Stimmen von Grüne und ÖDP beschlossen. In einem Schreiben an die Fraktionen hat der ADFC zuvor dafür plädiert, es bei den Längsparkbuchten zu belassen. Denn Senkrechtparkbuchten stellen für den Radverkehr ein höheres Gefahrenpotential als Längsparkbuchten dar, weil rückwärts ausparkende Autofahrer erst dann den Verkehr auf der Fahrbahn einsehen können, wenn sie bereits ein Stück weit ausgeparkt haben. Dies führt aber unweigerlich dazu, dass Radfahrer einen Schwenk zur Fahrbahnmitte hin durchführen müssen und dabei evtl. mit dem überholenden Verkehr in Konflikt geraten.

ADFC unterstützt Planungen für die Fürther Straße

28.02.2013

Die „Radwege“ in der Fürther Straße gehören sicher zu den unbeliebteren Strecken in unserer Stadt. Zahlreiche Konfliktstellen mit dem Fußgängern, Engstellen insbesondere an den Freisitzen vor Gaststätten, reichlich unübersichtliche Situationen an den Einmündungen, so dass die Vorfahrt nicht genutzt werden kann, oder gar „Vorfahrt achten“ an Einmündungen, zu denen der Autoverkehr selbstverständlich Vorfahrt hat, machen das Radeln dort ziemlich unangenehm. Die Mängel sind vor allem dadurch zu erklären, dass die „Radwege“ seinerzeit erst nachträglich in die Planung reingeflickt wurden, die ursprünglich nur Autospuren und Gehwege vorgesehen hatte.

Daher hatten wir es begrüßt, dass anlässlich der Neuplanungen für die Datev auf dem ehemaligen Gelände der Möbel-Quelle ein Konzept für eine langfristige Umgestaltung des Straßenraums in der Fürther Str. vorgestellt wurde, das u. a. auch Radstreifen von 1,75 m Breite anstelle der bisherigen „Radwege“ vorsieht.

Zwar gehört der erste konkret geplante Abschnitt der Fürther Straße in Höhe der ehemaligen Möbel-Quelle nicht zu den Brennpunkten aus Radlersicht, denn es gibt sicher viele Abschnitte, in denen vor allem die Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern größer sind. Aber auch dort gibt es kritische Situationen, wenn Busse halten, um Besucher zum Schwurgerichtssaal aussteigen zu lassen. Deshalb befürwortet der ADFC die Umgestaltungspläne auch in diesem Bereich.

Leider gibt es gegen die Umgestaltungspläne heftige Proteste, weil es in nördlicher Fahrtrichtung für den Autoverkehr auf einem kurzen Abschnitte nur eine Fahrspur geben würde, was allerdings die Kapazität der Straße gegenüber heute gar nicht vermindern würde. Die in den Leserbriefseiten veröffentlichten Schreiben waren teilweise erschreckend unsachlich. Wiederholt wurde auch offen eine Rücksichtnahme auf den nicht motorisierten Verkehr abgelehnt und von diesem  – wie schon bei der Laufamholzstraße – stattdessen gefordert, Umwege in Kauf zu nehmen. Für den Autoverkehr wurde sogar noch mehr Platz als heute, nämlich zwei Spuren statt der heutigen „überbreiten Spur“ (also quasi eineinhalb Spuren) gefordert.

Aus Sicht des ADFC ist es zwar nicht entscheidend, ob hier ein, eineinhalb oder zwei Spuren für den Autoverkehr vorhanden sind, da die Kapazität für den Autoverkehr durch die Signalanlagen an den folgenden Kreuzungen gleich bliebe, entscheidend ist aber, ob es zu Verbesserungen für den nicht motorisierten Verkehr kommt. Kippt die jetzige Planung, könnten diese auf den „St-Nimmerleins-Tag“ verschoben werden. Die Signalwirkung für die Planungen für die noch wesentlich kritischeren Abschnitte der Fürther Straße wäre wohl verheerend.

Städtische Planungen für 2013

03.03.2013

Wie schon im letzten Jahr, stehen auch 2013 wieder 1 Mio. EUR für Radverkehrsmaßnahmen im städti­schen Etat bereit. Nachdem einige für 2012 geplante Maßnahmen nicht realisiert werden konn­ten, sollen diese nun heuer umgesetzt werden. Folgende Maßnahmen sind damit für dieses Jahr geplant:

Maßnahme

Länge

Kosten (€)

Etat

Bahnhofstr. / Dürrenhofstr.:
Verbesserungen im Kreuzungsbereich

380 m

413.000,-

2012

Walter-Flex-Str.:
Fuß-/Radweg

20 m

25.000,-

2012

Rehhofstr. / In der Finstermail:
Fuß-/Radweg

40 m

15.000,-

2012

Altstadt:
Überdachte Fahrradabstellanlagen

– 

100.000,-

2012

Laufertorgraben (Ostseite):
Radstreifen / -weg

480 m

258.000,-

2012/13

Gibitzenhofstr.:
Radstreifen im Zulauf zum Steinbühler Tunnel

50 m

85.000,-

2013

Äußere Bayreuther Str. zw. Ziegelstein- und Kilianstr.:
Radstreifen

710 m

916.500,-

2013/14

Die Radstreifen in der Äußeren Bayreuther Straße verbrauchen damit fast den ganzen Radverkehrs-Etat in diesem Jahr. Zu beachten ist dabei, dass diese Maßnahme insgesamt sogar 1.798.000.- EUR kostet, da Eingriffe in den Mittelstreifen und eine Sanierung der Fahrbahn erforderlich sind. Der Differenzbetrag wird durch Zuschüsse aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beglichen.

Frankenschnellweg: Behinderungen im Fall des Ausbaus

28.02.2013

Im Planfeststellungsverfahren zur kreuzungsfreien Maximierung des Frankenschnellwegs hat die Stadt Nürnberg angekündigt, dass es während der Bauzeit eine Umleitungsstrecke über Bertha-von-Suttner-Straße - Fuggerstraße geben soll. Diese Strecke schneidet die Radroute von der Altstadt Richtung Westpark und Großreuth. In der Vorlage wird darauf überhaupt nicht eingegangen. Der ADFC hat dies in einer Stellungnahme gerügt und fordert, dass die Radroute auch während der Umleitung gefahrlos nutzbar sein muss. Dies gilt auch für die Radroute im Bereich Schlachthofstraße und Schwabacher Straße. Viel Hoffnung besteht allerdings nicht, denn die Nicht-Berücksichtigung von nichtmotorisiertem Verkehr (und ÖPNV) zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Verfahren.

Haltestelle „Bamberger Straße“

13.02.2013

Seit dem Fahrplanwechsel ist auch „Bamberger Straße“ Haltestelle des Eilbusses nach Erlangen. Grundsätzlich auch ein gutes Angebot für den Bike & Ride-Verkehr, da die Haltestelle u. a. über den Radweg an der Marienbergstraße gut zu erreichen ist. Leider gibt es dort aber keine Abstellmöglichkeit für Fahrräder außer einem einsamen Verkehrsschild. Wir haben deshalb das Aufstellen von Fahrradständern als Übergangslösung bis zum Aufbau einer Bike-and-Ride-Anlage im Rahmen der Verlängerung der Straßenbahn-Linie 4 angeregt.

Verbindung vom Vestnertorgraben zur Pilotystraße

13.02.2013

Die ausgeschilderte Fahrradroute nach Erlangen führt vom Radweg am Vestnertorgraben zur Pilotystraße. In diesem Abschnitt gibt es einen Bereich, der mit grobem Kopfsteinpflaster versehen ist und zudem ein Gefälle bzw. in Gegenrichtung eine Steigung aufweist. Neben den unangenehmen Erschütterungen stellt das Pflaster bei Nässe auch einen Gefahrenpunkt dar, da es dann extrem rutschig ist. Bergauf wird teilweise auf den asphaltierten Gehweg ausgewichen, um den Erschütterungen beim Bergauffahren zu umgehen. Wir haben deshalb angeregt, jeweils am Fahrbahnrand eine ebene Fläche, z.B. mittels eines schmalen Asphaltstreifens, herzustellen.

ADFC-Fahrradklimatest: Nürnberg im Mittelfeld

07.02.2013: Hohe Teilnehmerzahl zeigt steigende Bedeutung des Fahrrads

Anfang Februar wurden die Ergebnisse des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests 2012 veröffentlicht: Mit einer Gesamtnote von 3,89 belegt Nürnberg den 17. Platz von 38 Städten über 200.000 Einwohner. Überdurchschnittlich gut war dagegen die Teilnehmerzahl in Nürnberg, die auf eine gestiegene Bedeutung des Verkehrsmittels Fahrrad im Alltag schließen lässt.

Nahmen beim letzten Fahrradklimatest 2005 in Nürnberg lediglich 160 Radlerinnen und Radler teil, so beantworteten dieses Mal 1.152 Radfahrer die 27 Fragen zum Fahrradklima in Nürnberg. Damit erreicht Nürnberg fast die Teilnehmerzahlen von München (1.450) und die Hälfte der Stimmen von Berlin (2.375). Das zeigt deutlich das gestiegene Bewusstsein in Nürnberg um die Rolle des Fahrrads im innerstädtischen Verkehr. Das Fahrrad steht zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit.

Wie schon beim letzten Fahrradklimatest 2005 belegt Nürnberg auch 2012 einen Platz im Mittelfeld. Die Gesamtnote 3,89 weicht nur geringfügig von der 3,84 in 2005 ab. Auch bei der Betrachtung der Einzelnoten gibt es viele Parallelen zum letzten Test. Das Falschparken auf Radwegen (5,00), die Führung an Baustellen (4,96) und die Ampelschaltungen für Radfahrer (4,81) werden am Schlechtesten beurteilt. Die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,68) sowie die für Radfahrer geöffneten Einbahnstraßen (3,01) erzielen hingegen gute Noten. Auch das Fahrradverleihsystem NorisBike macht sich bemerkbar: Die Frage nach „Öffentlichen Fahrrädern“ steht mit 2,18 auf dem Spitzenplatz der Nürnberger Fahrradklimanoten.

Insgesamt gesehen macht der Fahrradklimatest deutlich, dass mehr Anstrengungen unternommen werden müssen, um ein fahrradfreundlicheres Klima in Nürnberg zu erreichen. Dabei geht es nicht allein um die Infrastruktur, wie sichere und attraktive Verbindungen im Stadtgebiet, sondern auch um den Stellenwert des Radverkehrs und den Komfort beim Radfahren. Die hohe Beteiligung am Fahrradklimatest sollte zugleich Ansporn sein, die Rahmenbedingungen für das Radfahren in Nürnberg zu verbessern.

Weitere Informationen zum Fahrradklimatest finden sich unter http://www.adfc.de/fahrradklima-test.

Radfahren über den Hauptmarkt?

31.01.2013

Anlässlich der Beratungen im Stadtrat über die Gestaltung von Haupt- und Obstmarkt wurde auch das Thema „Radfahren über den Hauptmarkt“ aktuell diskutiert. Denn dieser Wunsch wurde im Rahmen der öffentlichen Planauslegung von der Bevölkerung mit Abstand am meisten genannt. Doch eine Entscheidung soll nach aktuellem Stand erst im Rahmen der Hauptmarkt-Umgestaltung erfolgen.

Warum, fragt man sich. Denn um das Radfahren über den Hauptmarkt zu erlauben, bedarf es keiner Umgestaltung. Zwei zusätzliche Schilder mit der Aufschrift „Radfahrer frei“ genügen, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Radfahren ist dann erlaubt, sofern es die Verhältnisse zulassen, und Fußgänger haben weiterhin Vorrang. Es wäre zu wünschen, dass die beiden großen Fraktionen im Stadtrat dieser Lösung endlich eine Chance geben würden.

Winterdienst auf Radrouten: Rückmeldung erwünscht

31.01.2013

Erstmalig hatte der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) sein Winterdienstkonzept für Radfahrer veröffentlicht. Unter www.nuernberg.de/imperia/md/soer/dokumente/radwegenetz_wintersicherung.pdf konnte man erkennen, welche Wege im Stadtgebiet Nürnberg mit welcher Priorität für Radfahrer geräumt werden.

Nach Schneefällen im Dezember und Januar liegen nun auch die ersten Erfahrungen mit diesem Winterdienstkonzept vor. Wie sind Ihre Erfahrungen? Waren Sie z.B. mit der Reinigung der Radrouten in der Prioritätsstufe 2 zufrieden? Oder gibt es Radrouten, die aus Ihrer Sicht eine andere Prioritätsstufe erhalten sollten?

Nach dem Ende der Winterperiode würden wir gerne Bilanz ziehen und mit SÖR besprechen. Wir freuen uns deshalb über Ihre Rückmeldung!

Kreuzung Pirckheimer- / Bayreuther Straße

20.01.2013

Nach mehrfachem Hinweis unsererseits hatte die VAG Ende 2011 die Kante der Fahrbahndecke an den Straßenbahn-Gleisen an der Ecke Pirckheimer- / Bayreuther Straße provisorisch abschrägen lassen. Leider war die Vorgehensweise zwar gut gemeint, aber nicht wirklich wirksam. Inzwischen zerlegt sich bereits das zum Auffüllen genutzte Material, so dass der Gefahrenpunkt für Radfahrer erneut besteht. Wir haben deshalb darum gebeten, an dieser Stelle dauerhaft eine wirklich ebene Fläche herzustellen.

Radweg am Stadtpark

14.01.2013

Gut gemeint, aber das Gegenteil erreicht: So könnte man das Aufstellen von Pfosten am westlichen Ende des Radwegs am Stadtpark (Ecke Maxfeldstraße) bewerten. Wohl um zu verhindern, dass parkende Kfz den Radweg versperren, wurde diese Maßnahme umgesetzt. Leider stellen die Pfosten so aber einen Gefahrenpunkt für Radfahrer dar, weshalb wir deren Entfernung angemahnt haben.

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