Licht an? Beleuchtungsaktion mit Polizei

03.12.2014

Um auf die Gefahren des Radfahrens ohne Licht aufmerksam zu machen, hat der ADFC Nürnberg gemeinsam mit der Verkehrspolizei Anfang November in der Nürnberger Innenstadt an der Kreuzung Färberstraße / Frauentorgraben eine Beleuchtungsaktion durchgeführt.

Ca. 75% der Radfahrer ohne Licht hatten gar keine bzw. eine nur teilweise funktionierende Beleuchtungsanlage am Fahrrad. Bei den restlichen Radfahrern war die Beleuchtungseinrichtung defekt. Dabei war den meisten schon bewusst, dass „mit Licht fahren“ vor allem der eigenen Sicherheit dient. Allerdings wird die Gefahr, deswegen in einen Unfall verwickelt zu werden, wohl nicht so hoch eingeschätzt. Auch Radfahrer mit „blendender Wirkung“ (weil der Scheinwerfer falsch eingestellt und die Beleuchtungsstärke extrem hoch ist) wurden auf die davon ausgehenden Gefahren hingewiesen.

Insgesamt passierten 437 Radfahrer die Kontrollstelle. 329 davon waren komplett beleuchtet, 52 nur vorne oder hinten und 56 gar nicht.

Hauptbahnhof: Parkplatzausfahrt entschärft?

03.12.2014

Ende November wurde die Ausfahrt am Kurzzeitparkplatz auf der Nordseite des Nürnberger Hauptbahnhofs umgestaltet. Die Entschärfung dieses Gefahrenpunktes hatte der ADFC Nürnberg schon seit langem gefordert. Bei seiner Online-Umfrage im Sommer zu den wichtigsten Radverkehrsmaßnahmen in Nürnberg belegte diese Stelle den 1. Platz. Nun wird der Rad- und Gehweg im Bereich der Parkplatzausfahrt stark verschwenkt, so dass sich 1 Fahrzeug zwischen Fahrbahn und Radweg aufstellen kann. Von dieser Lösung erhofft man sich, dass der Rad- und Gehweg nun nicht mehr so oft zugestellt wird.

Der ADFC Nürnberg hatte vorab betont, dass es sich bei dieser Maßnahme nur um ein Provisorium handeln kann. Nach einer gewissen Zeit, wenn sichergestellt ist, dass sich die nun realisierte Lösung in der Praxis bewährt, muss die Gestaltung der Radwegführung an die Bedürfnisse der Radfahrer angepasst werden. Für eine etwas längerfristige Lösung sind vor allem weniger starke Verschwenkungen und eine niveaugleiche Führung des Radwegs erforderlich.

Wir bitten deshalb um ihre Rückmeldung: Bewährt sich die nun realisierte Lösung aus Ihrer Sicht?

Stadträte beim ADFC Nürnberg

Eine Stadträtin und neun Stadträte folgten am 30. September einer Einladung des ADFC zu einem Diskussionsabend unter dem Motto „Kommt ‚Nürnberg steigt auf’ wieder in Fahrt oder steigt Nürnberg ab?“

Praktische Erfahrungen vermittelte zu Beginn eine kleine Radtour vom Rathaus über die Bayreuther Straße durch den Stadtpark zur ADFC-Geschäftsstelle in der Heroldstraße. Hans Luntz und Jens Ott erläuterten bei Stopps am Laufer Schlagturm, in der Bayreuther Straße, im Stadtpark und auf dem „Platz“ zwischen Innerem und Äußerem Kleinreuther Weg besondere Probleme.

In der ADFC-Geschäftsstelle präsentierte Hans Luntz dann das Ergebnis der Umfrage über die wichtigsten Maßnahmen zu Gunsten des Radverkehrs. Anschließend begründete Jens Ott, weshalb die Radwegebaupauschale nach Einschätzung des ADFC nicht effizient genutzt, sondern eher missbraucht wird. Er zeigte, dass der Radverkehrsetat deutlich zu niedrig ist - sowohl gemessen an der Etathöhe von vor 30 Jahren, als auch gemessen an den Anforderungen im Nationalen Radverkehrsplan und besonders im Vergleich zu den Ausgaben für Frankenschnellweg und zur U-Bahn und nicht zuletzt in Anbetracht des Investitionsstaus.

Die Forderung des ADFC, große Investitionsmaßnahmen wie den Umbau der Ansbacher Straße oder der Kreuzung zwischen Marientunnel und Bahnhofstraße nicht aus der Radwegebaupauschale zu finanzieren, sondern als Einzelmaßnahmen in den Mittelfristigen Investitionsplan einzustellen, fand zumindest in diesem Kreis offene Ohren. Die Vertreter der beiden großen Fraktionen wiesen allerdings darauf hin, dass ihre Fraktionen erst später in Klausurtagungen über Haushalt und Investitionsplan beraten würden…

Mehrfach wurde dafür plädiert, dass die Freundinnen und Freunde des Radverkehrs aus allen Fraktionen und Gruppen mehr zusammenarbeiten sollten. An diesem Abend gab es jedenfalls eine wirklich gemeinsame Diskussion ohne Schaufenster-Reden über den Radverkehr in Nürnberg, mal sehen was im Alltag daraus wird

Mit dabei waren:

Radweg hat sich bewährt

11.6.2014

Was gab es doch für Diskussionen und Aufregung um den Radweg in der Mögeldorfer Hauptstraße entgegen der Einbahnrichtung. CSU, Bürgerverein und Geschäftsleute protestierten damals (2011) aufs Schärfste gegen die von der Stadt geplante und vom ADFC seit langem geforderte Maßnahme. „Viel Rauch um nichts“ könnte man nun als Fazit ziehen. Denn eine Untersuchung der Stadtverwaltung zur Verkehrsausschuss-Sitzung im Juni zeigt, dass keine Unfälle registriert wurden und der Radweg sehr gut angenommen wird. Bei einer Zählung im Juli 2012 wurden 409 Radfahrer in 16 h registriert, die auf dem Radweg bergab zur Flußstraße fuhren. Ein Großteil dieser 409 Radfahrer dürfte vor Realisierung des Radwegs widerrechtlich die Gehwege genutzt haben. Somit werden zahlreiche Konflikte durch den neuen Radweg vermieden.

Verbesserungswürdig bleibt weiterhin das Abbiegen für Radfahrer vom Mögeldorfer Plärrer kommend nach rechts in die Mögeldorfer Hauptstraße entgegen der Einbahnrichtung. Denn die Ampelanlage ist hier allein auf den Kfz-Verkehr ausgerichtet, der nur nach links abbiegen darf. So steht die Ampel auf „Rot“, auch wenn ein Abbiegen nach rechts völlig konfliktfrei möglich wäre.

„Radwegebauprogramm” 2014

05.04.2014

In der Sitzung des Verkehrsausschusses des Stadtrats am 3. April wurde unter anderem über die für 2014 geplanten Maßnahmen, die aus dem Radwegebauetat finanziert werden, berichtet:

  • Äußere Bayreuther Straße: etwa 400 m Radstreifen zwischen Ziegelstein- und Kilianstraße, beidseitig
  • Rothenburger Straße: etwa 400 m Radstreifen zwischen Schweinauer und Bertha-von-Suttner-Straße, beidseitig
  • Fischbacher Hauptstraße.: Verlängerung bestehender Zweirichtungsradweg um 85 m
  • Geh- und Radwegverbindung westlich Marienbergpark auf der Trasse der ehemaligen Rollnerstraße
  • Geh- und Radwegverbindung zwischen Großhabersdorfer Weg und Gutenstetter Straße (70 m)
  • Geh- und Radwegverbindung zwischen Hermann-Kesten-Ring und Zeisigweg (60 m)
  • Gibitzenhofstraße: Optimierungen im Bereich Brehmstraße
  • Tiergärtnertor: Optimierungen im Kreuzungsbereich
  • In der Finstermail: Beleuchtung und Asphaltierung

Diskussion über Radverkehrsetat gefordert

05.04.2014

Anlässlich der Vorstellung das „Radwegebauprogramms” im Stadtrat am 3. April hat der ADFC die Stadtratsfraktionen aufgefordert, mit der Diskussion zu beginnen, wie in den folgenden Jahren ein flächendeckendes Radverkehrsnetz in Nürnberg wenigstens mittelfristig geschaffen werden und zugleich die notwendige Sanierung und Modernisierung der vorhandenen älteren Radverkehrsanlagen erfolgen kann.

Denn die Vorlage der Verwaltung macht deutlich, dass dies mit dem vorhandenen Etat und der jetzigen Vorgehensweise nicht zu erreichen ist. Anders als früher wird der Radverkehrshaushalt nun auch in erheblichem Maße herangezogen, wenn im Rahmen wesentlich größerer Baumaßnahmen, die viele Aspekte betreffen, auch etwas für den Radverkehr getan wird. Beispiele dafür sind aktuell die Äußere Bayreuther Straße zwischen Ziegelstein- und Kilianstraße (1,7 Mio € für Radstreifen entlang von nicht einmal 400 m Straße) oder die Kreuzung Bahnhofstraße / Dürrenhofstraße (580.000 € für Umgestaltungsmaßnahmen).

Für die Zukunft stellt sich die Frage, ob Großbaumaßnahmen, die keineswegs allein dem Radverkehr dienen, aus dem „Radwegebauetat” nennenswert, womöglich sogar überproportional mitfinanziert werden? Dann ist eine Vervielfachung des bestehenden Etatansatzes von 1 Mio € nötig, wenn die Stadt Nürnberg am Ziel festhalten will, den Radverkehrsanteil zu steigern. Oder soll der Etatposten nur als eine Art Pauschale für „kleinere“ Maßnahmen dienen? Dann wären kostenintensive Maßnahmen wie Bahnhofstraße, Ansbacher Straße, Maximilianstraße usw. als selbständige Etat-Posten ab 2015 vorzusehen. Zu klären wäre weiterhin, wie große Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen (zum Beispiel Münchener Straße, Fürther Straße) finanziert werden sollen beziehungsweise können.

Noch mehr Andrang an der Hallerwiese?

02.03.2014
Im Rahmen des Projekts „Stadt am Fluss“ wurden Überlegungen der Stadt bekannt, den Zugang zur Pegnitz im Bereich der Hallerwiese zu ermöglichen. Doch bereits heute herrscht im Bereich zwischen Kettensteg und Großweidenmühlsteg eine enge Wegsituation, die leider mancherlei Konfliktpotential birgt. Eine Ansiedlung weiterer Aktivitäten in diesem Bereich ohne entsprechende Infrastrukturanpassung kann nur zu weiteren Konflikten führen. Wir haben deshalb Stadt und Fraktionen gebeten, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Stattdessen sollte der schon in den neunziger Jahren beschlossene Plan für einen Durchstich vom Kreuzgassenviertel zum Kontumazgarten auf der Südseite der Pegnitz umgesetzt werden. Dadurch könnte eine Entspannung der Situation an der Hallerwiese erreicht werden.

Radverbindung Südstadt – Altstadt

02.03.2014
Nachdem die Stadt Nürnberg bei der Verlegung der Straßenbahngleise in der Pillenreuther Straße auf Radwege oder Radstreifen verzichtete und als Ersatz auf eine parallel verlaufende Route vom Kopernikusplatz über den Aufseßplatz zum Sterntor verwies, haben wir die Fraktionen gebeten, die Verwaltung beim Wort zu nehmen und diese Verbindung bei der Umgestaltung des ehemaligen Kaufhofareals am Aufseßplatz zu realisieren. Denn wann, wenn nicht jetzt, sollte die Möglichkeit einer solchen Radroute, die das Radfahren über den Aufseßplatz bis zur Wölkernstraße erlauben würde, gesichert werden?

Wege am Wöhrder See

02.03.2014
Im Zuge der Sanierung des Wöhrder Sees soll es auch Umgestaltungen im Uferbereich geben. In einer Vorstudie wurde hierbei auch eine deutliche Verbesserung des Wegenetzes vorgeschlagen, die auf eine Entflechtung des Wegesystems für Fußgänger und Radverkehr abzielte. Ausgerechnet daran soll nun aus Kostengründen gespart werden. Dabei sind die Wege in ihrer Breite und Führung größtenteils nicht auf die starke Nutzung durch Spaziergänger, Radfahrer, Inline-Skater, Nordic-Walking-Gruppen etc. ausgelegt. In einem Brief an das Umweltreferat und die Fraktionen haben wir deshalb um Umsetzung der Vorschläge aus der Vorstudie gebeten.

Umgestaltung des Stadtparks

09.02.2014

Anlässlich der Umgestaltung des Stadtparks hat sich der ADFC Nürnberg mit zwei Anregungen an die Stadtverwaltung gewandt:

  • Anders als im offiziellen Routenplan nutzen viele Radler und Radlerinnen heute den direkten Weg von der Einmündung der Friedenstraße zur Kreuzung mit der Bayreuther Straße über die Brücke in der Mitte des Teiches. Dies ist eigentlich auch sinnvoll, da es nicht nur die direkte Verbindung darstellt, sondern auch manche Konfliktpunkte (Nähe zum Kiosk, Nähe zum Naturspielplatz) umgeht. Diese Strecke sollte deshalb im Zuge des Umbaus so gestaltet werden, dass sie auch zur offiziellen Radroute werden kann.
  • Der Ein- und Ausgang zu dem von einem Künstler gestalteten Kinderspielplatz mit Holzgeräten wurde seinerzeit direkt an den Radweg im Zuge der Ost-West-Querung gelegt (der dort schon lange verlief), was naturgemäß, besser kindgemäß, zu Konflikten führen muss, auch wenn wohl schwere Unfälle bisher zum Glück ausgeblieben sind. Dies blieb auch so, als der Seniorenspielplatz ergänzt wurde. Der Ein- und Ausgang sollte deshalb an den breiten Nord-Süd-Weg verlegt werden, der auch direkt an den Spielplatz grenzt und auf dem es wesentlich weniger Radverkehr gibt.

Die Radroute südlich der „Großen Straße“ muss bleiben!

19.01.2014

Das östliche Langwasser wird bekanntlich durch eine Radroute erschlossen, die an die Wege über die „Große Straße“ anknüpft, Richtung Anette Kolb Straße, dann durch die Unterführung von U-Bahn-Werkstätten und Ringbahn zur Groß-Strehlitzer Straße und weiter zur Salzbrunner Straße und zum Ferdinand-Drexler-Weg führt. Leider wurde vor einiger Zeit beschlossen, den Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ausgerechnet über das nördliche Anfangsstück dieser Strecke gleich gegenüber dem Südende der „Großen Straße“ zu bauen, obwohl das Verkehrsplanungsamt unter anderem auf diesen Konflikt hingewiesen hatte.

Zwar versprachen die führenden politischen Kreise, dass die Radroute erhalten bleiben solle, ohne allerdings zu sagen, wie dies funktionieren soll. Im Entwurf für die Änderung des Flächennutzungsplans zu Gunsten dieses Schulneubaus ist zwar noch eine Route quer durch das Schulgelände als Möglichkeit vorgesehen, „optional“ ist aber auch eine – ziemliche eckige - Routenführung  weiter östlich (Richtung Hermann-Thiele-Weg) vorgesehen, die einen weiteren Umweg für den Radverkehr bringen würde; die Auswahl zwischen den „Optionen“ soll wohl vom Ergebnis des Architekten-Wettbewerbs abhängig gemacht werden.

Dem Wunsch des ADFC, im Flächennutzungsplan von vornherein nur die geradlinige Führung durch das Schulgelände vorzusehen, hat die Stadtratsmehrheit leider nicht entsprochen. Der ADFC – und wohl auch einzelne betroffene Bürger und Bürgerinnen aus Langwasser, werden nun  als nächstes noch einmal alle Argumente gegen die verschwenkte, eckige Umwegführung vortragen, wenn der Entwurf für die Änderung des Flächennutzungsplans öffentlich zur Stellungnahme ausgelegt wird.

Entscheidend wird allerdings sein, ob die politische Mehrheit im Stadtrat von der Bereitschaft Abstand nimmt, die geradlinige Führung der Radroute zu opfern, wenn es nach dem Architektenentwurf für den Schulneubau praktisch erscheint.

Verlängerung des Radwegs von der Rollnerstraße zur Flughafenstraße

19.01.2014

Im Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrats wurde am 19. Dezember die Planung für einen Geh- und Radweg von der Rollnerstraße zur Flughafenstraße entlang des Marienbergparks vorgestellt. In einem Schreiben an die Fraktionen haben wir das Vorhaben ausdrücklich begrüßt, für eine bessere Nutzbarkeit des Weges und niedrigere Unterhaltskosten aber um eine asphaltierte Ausführung gebeten.

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